Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Nürnberger Zoo: Keine Spur: Gepard flieht aus Nürnberger Tiergarten

Nürnberger Zoo

Keine Spur: Gepard flieht aus Nürnberger Tiergarten

  • |
  • |
  • |
    Junge Geparden liegen im Tiergarten in Nürnberg (Mittelfranken) in ihrem Gehege unter einem Baum. Ein junger Gepard ist aus seinem Gehege im Nürnberger Tiergarten entwischt.
    Junge Geparden liegen im Tiergarten in Nürnberg (Mittelfranken) in ihrem Gehege unter einem Baum. Ein junger Gepard ist aus seinem Gehege im Nürnberger Tiergarten entwischt. Foto: Daniel Karmann dpa

    Knapp ein halbes Jahr nach dem Ausbruch eines Geparden aus dem Nürnberger Tiergarten ist erneut eine Raubkatze entkommen. Der junge Gepard sei bereits am Donnerstag aus dem Gehege im Nordosten des Tierparkgeländes geflohen. Von dem drei Monate alten Jungtier fehlte auch am Freitag noch jede Spur, wie Zoodirektor Dag Encke mitteilte.

    Gepard ist vermutlich noch auf dem Zoogelände

    Er geht davon aus, dass sich das sechs Kilogramm schwere Tier vermutlich noch immer auf dem 65 Hektar großen Zoogelände aufhält. Die Suche sei aber bisher erfolglos gewesen. Eine Gefahr für Zoobesucher stelle das Tier aber nicht dar. "Es ist nicht gefährlicher als eine Katze", versicherte Encke.

    Das Jungtier sei in Panik über einen drei Meter hohen Zaun geflohen, nachdem sich ein Geschwistertier bei einem Kletterunfall verletzt habe und Tierpfleger ins Gehege kamen. Nach Enkes Angaben hatte sich einer der fünf jungen Geparden aus dem Wurf von Mutter "Kelly" in einem Holunderbusch so unglücklich zwischen zwei Ästen verklemmt, dass er sich ein Vorderbein brach und nicht mehr selbst befreien konnte.

    Als Pfleger zur Hilfe kamen, wollte die Mutter ihr Jungtier verteidigen - und dessen Geschwister gerieten in Panik. Eines kletterte gar über den senkrechten, stromgesicherten Zaun. Als Pfleger diesen jungen Geparden ins Gehege zurückbringen wollten, flüchtete er.

    Die Pfleger hätten sofort mit der Suche auf dem Tiergartengelände begonnen. Sie sei am frühen Freitagmorgen fortgesetzt worden. Zoobesucher wurden gebeten, entsprechende Beobachtungen dem Tiergartenpersonal zu melden. Der Tiergarten versuche nun, den Geparden mit Ködern in Lebendfallen zu locken. "Wir wissen nur noch nicht genau, wo wir sie aufstellen sollen", räumte Encke ein. Er vermutet, dass sich das Tier in Gräben, Erdlöchern oder Rohren versteckt hält.

    Erst im Januar brach ein Gepard aus

    Erst im Januar war der Gepard "Turbo" aus seinem Gehege im Nürnberger Tiergarten ausgebrochen und hatte sich auf ein gerade vorbeigeführtes Pony gestürzt. Das Raubtier hatte das Pferd anscheinend für eine Gazelle gehalten, vermutete die Tiergartenleitung später. Die Raubkatze konnte zwei Stunden nach dem Angriff wieder eingefangen werden. Sie hatte sich in einem Gebüsch versteckt. Der Tiergarten hatte daraufhin die Umzäunung des Gepardengeheges verstärkt. dpa

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden