Das Oktoberfest 2016 liegt für viele noch in weiter Ferne. Doch Wiesn-Fnas wissen: Wer im September sicher einen Platz in einem der Zelte haben will, muss rechtzeitig reservieren. Denn die Stehmass, also der Genuss eines kühlen Bieres im Stehen, ist auf dem Oktoberfest tabu.
Nur ganze Tische können auf der Wiesn reserviert werden
Das Bier-ABC
Von A wie Anzapfen bis Z wie Zoigl - zu den 26 Buchstaben des deutschen Alphabets fallen einem jede Menge Begriffe ein, die mit Bier zu tun haben. Hier ein Bier ABC, bei dem sogar die seltenen Buchstaben X und Y vorkommen
A wie Anzapfen oder auch Anstechen des Fasses
B wie Brezn, die gerne zum Bier gegessen wird
C wie Craftbier, eine kreative Bierspezialität
D wie Darren, das Trocknen des Malzes
E wie Einschenken, wobei der Biertrinker Wert darauflegt, dass das Glas gut gefüllt ist
F wie Freibier, das beste Bier überhaupt
G wie Gerstenmalz, das für die meisten Biersorten verwendet wird
H wie Hopfen, der dem Bier sein leicht bitteres Aroma gibt
I wie Inhaltsstoffe, etwa Vitamine und Mineralien
J wie Jungbier, das erst reifen muss, bis es ausgeschenkt werden kann
K wie Kalorien, die leider auch im Bier enthalten sind
L wie Lupulin, wie der Bitterstoff im Hopfen heißt
M wie Malz, einer der drei Grundstoffe für das Bierbrauen nach dem Reinheitsgebot
N wie Nationalgetränk, als das viele Bayern das Bier sehen
O wie Oktoberfest, auf dem jedes Jahr über sieben Millionen Liter Bier getrunken werden
P wie Prost, was sich Biertrinker beim Antrinken gerne zurufen
Q wie Quellwasser, das entscheidend für die Qualität des Bieres ist
R wie Rausch, die Folge nach zu viel Bierkonsum
S wie Seidla, wie der Franke das Bierglas mit einem halben Liter Inhalt nennt
T wie Trebern, die nach den Auskochen des Malzes übrigbleiben und ein begehrtes Viehfutter sind
U wie Untergärig, was bedeutet, dass die Hefe nach der Umwandlung organischer Stoffe auf den Boden des Gärbottichs sinkt
V wie Verkosten, was neben dem Weinkenner immer öfter auch der Biertrinker tut
W wie Wechsel, wie der Zapfhahn im Bierfass in der Fachsprache heißt
X wie Xanthohumol, ein Inhaltsstoff im Hopfen, der Alzheimer oder Parkinson vorbeugen soll
Y wie Yakima, das nach der Hallertau zweitgrößte Hopfenanbaugebiet der Welt im US Bundesstaat Washington
Z wie Zoigl, ein Bier, das vor allem in der nördlichen Oberpfalz von Privatleuten gemeinschaftlich für den Hausgebrauch gebraut wird
Deshalb nehmen schon jetzt die ersten Wiesn-Wirte eine Reservierung entgegen. Im Schottenhamel-Festzelt, der Bräurosl und dem Winzerer Fähndl können Tische reserviert werden - kostenlos. Allerdings mit dem Haken, dass ein Mindestverzehr von zwei Mass Bier und einem Hendl pro Person gebucht werden muss. Einzelne Sitzplätze kann man in keinem der Zelte reservieren, sondern immer nur ganze Tische. Deshalb halten die Wirte ein bestimmtes Kontingent unreservierter Tische zurück, die dann Spontanbesuchern zur Verfügung stehen.
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Ab März kann dann auch im Augustiner, dem Hofbräu, der Fischer-Vroni und dem Schützenzelt reserviert werden. Hundertprozentig besttätigt werden können die Platzreservierungen jedoch erst Ende Mai. Erst dann erfahren die Wiesn-Wirte von der Stadt verbindlich, ob sie auch in diesem Jahr wieder einen Standplatz auf der Theresienwiese bekommen.
OB Reiter hofft wieder auf zwei Schläge beim Anzapfen
Das 183. Münchner Oktoberfest ist heuer 17 Tage lang und geht vom 17. September bis zum 3. Oktober. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (57) erhofft sich für den 17. September einen ähnlich guten Start wie im Vorjahr. Damals brauchte er nur zwei Schläge bis er verkünden konnte: "O'zapft is!". "MIch freue mich, wenn's wieder mit zwei Schlägen klappt. Und wenn's drei werden, kann ich auch damit leben", sagte er der Münchner Abendzeitung. dpa/awe
Die Wiesn-Zelte und ihre Reservierungs-Hotline