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Transit-Streit
21.08.2019

Tirol will Lastwagen verbieten, zum Tanken die Autobahn zu verlassen

Durch Blockabfertigung regelt Österreich den Verkehr an der Grenze. Nun will Tirol noch etwas gegen den Transitverkehr tun und Lastwagen verbieten, zum Tanken die Autobahn zu verlassen.
Foto: Angelika Warmuth, dpa

Neues Kapitel im Transit-Streit zwischen Österreich und Bayern: Tirol will Lastwagen verbieten, zum Tanken die Autobahn zu verlassen und prüft das seit 1. August.

Im Kampf gegen den Transitverkehr will Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) nun prüfen lassen, ob Lastwagen verboten werden kann, von der Autobahn zu Billig-Tankstellen abzufahren. Dies kündigte Platter im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Mittwoch) an.

Tirol will Lastwagen verbieten, zum Tanken von der Autobahn zu fahren

Seit 1. August läuft bereits ein zunächst auf sechs Monate befristetes Pilotprojekt, das die Zufahrt zu zwei Billig-Tankstellen verbietet. "Ich lasse derzeit rechtlich prüfen, wie wir generelle Abfahrverbote von der Autobahn zu den Billig-Tankstellen verordnen können", sagte Platter.

Die Maßnahme könne ein Lösungsansatz in der Diskussion über den Ausweichverkehr sein, der durch den günstigen Dieselpreis an den eigens ausgewiesenen Lkw-Tankstellen angelockt werde. Das seien bis zu 300.000 Lkw-Fahrten jährlich. Betroffen wären 13 Tankstellen entlang der Inntal- und der Brennerautobahn (A12 und A13).

Österreich wehrt sich seit Jahren gegen den Transitverkehr

Der Schritt wäre eine weitere Maßnahme des österreichischen Bundeslands, den Transitverkehr einzubremsen. So gilt seit Jahren an der Grenze eine Blockabfertigung für Lastwagen an bestimmten Tagen, die regelmäßig zu langen Staus auf deutschem Gebiet führt.

Außerdem hat das Land seit Juni regionale Fahrverbote auf Ausweichstrecken verhängt, die auch Urlauber beachten müssen. Diese Maßnahme ist bis zum 15. September befristet.

Anlass für die Regelungen ist der Umstand, dass der Brenner als Grenzpass zu Italien mit 2,4 Millionen Lastwagen mehr Schwerverkehr bewältigen muss als alle anderen Alpen-Grenzübergänge in der Schweiz und Frankreich zusammen. Die Bevölkerung will dies nicht länger hinnehmen. (dpa/lby)

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