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Aiwanger verteidigt umstrittene Gasförderung in Reichling trotz Bürgerprotesten

Reichling

Aiwanger verteidigt umstrittene Gasförderung in Reichling trotz Bürgerprotesten

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    Hunderte demonstrierten am Wochenende gegen die Gas-Förder-Pläne eines Unternehmens in Reichling (Kreis Landsberg).
    Hunderte demonstrierten am Wochenende gegen die Gas-Förder-Pläne eines Unternehmens in Reichling (Kreis Landsberg). Foto: Christian Rudnik

    Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) will die umstrittene Förderung von Gas bei Reichling (Kreis Landsberg) nicht stoppen. Das sagte Aiwanger bei der Sitzung des Wirtschaftsausschusses im Landtag. „Wenn man sich an die Vorgaben hält, dann ist die Förderung zulässig.“ Nach der Rechtslage könne er das Projekt nicht einfach so verhindern.

    Am Wochenende hatten mehrere hundert Menschen gegen die Förderung von Gas in dem Ort protestiert und Aiwanger aufgefordert, die bereits genehmigte Probebohrung zu stoppen. Diese soll in wenigen Wochen starten. Der Protest, zu dem unter anderem eine örtliche Initiative, Bund Naturschutz und Grüne aufgerufen hatten, richtet sich neben der Gas-Bohrung gegen die Ausbeutung weiterer Vorkommen in der Ammersee-Region und die von der neuen Bundesregierung angekündigte Erschließung neuer fossiler Gas-Vorkommen in Deutschland. Die Gegner befürchten Gefahren für Trinkwasser und Umwelt.

    In Reichling soll eine stillgelegte Bohrung aus den 1980er Jahren, die mit Zement verfüllt wurde, wieder geöffnet und eine Erkundungsbohrung bis in etwa 3000 Meter Tiefe vorgenommen werden. Sollte sich genügend Gas finden, plant die Firma Genexco eine Förderung über die nächsten zehn bis 15 Jahre.

    Wie voll sind Bayerns Gasspeicher derzeit?

    Aiwanger wies jetzt in München darauf hin, dass aus dem Ausland importiertes Gas drei- bis viermal so klimaschädlich sei wie in Deutschland gefördertes Gas. Die derzeitige Versorgungslage bezeichnete der Minister als sicher, die Gasspeicher in Bayern sind seinen Angaben zufolge nach dem Winter noch mit 20 Prozent gefüllt. Zudem seien die Preise längst nicht mehr so hoch wie zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Nach Einschätzung des Wirtschaftsministers wird die bayerische Wirtschaft noch einige Jahre fossile Brennstoffe brauchen, um international konkurrenzfähig zu sein. Die Staatsregierung will deshalb ihr Klimaziel verschieben, Bayern soll erst 2045 ohne fossile Energien auskommen.

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