Die heißen Temperaturen in der vergangenen Woche haben einige Bayern zum Anlass genommen, Abkühlung im See zu suchen. In Bayern gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die kommenden Sommertage an einem Badesee zu verbringen. Die gute Nachricht: Die Wasserqualität der bayerischen Seen ist an den meisten Stellen gut bis ausgezeichnet. Das ergab eine Bewertung des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Allerdings gibt es auch im Freistaat schwarze Schafe.
Bayern: Wasserqualität in den meisten Fällen gut
Wie das Bayerische Gesundheitsministerium mitteilte, sei die Wasserqualität in den Badeseen in Bayern „fast überall gut oder sogar ausgezeichnet.“ Laut dem LGL seien über 96 Prozent der 375 EU-Badestellen in Bayern positiv bewertet worden.
Schlecht schnitten nur wenige der überprüften Badeseen ab. Drei Badestellen erhielten demnach eine Bewertung als „ausreichend“, eine Badestelle wurde mit „mangelhaft“ bewertet. Dabei handelt es sich um folgende Badeseen:
- Zwei Badestellen am Meerhofersee in Alzenau in Unterfranken
- Badestelle am Krebsensee in Knetzgau-Westheim in Unterfranken
- Badestelle Riemer See Nordufer in München
Untersuchung von Badeseen: Hunderte Wasserproben ausgewertet
Laut Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums habe das LGL heuer seit Ende April 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Die aktuellen Proben seien Teil von langfristigen Daten, die in die Bewertung der Wasserqualität einfließen.
Zehn weitere Badestellen erhielten demnach keine Einstufung. Der Grund dafür sei, dass dafür noch nicht genügend Untersuchungsergebnisse vorhanden seien. Dennoch, so das Gesundheitsministerium, deuten die bisherigen Ergebnisse an diesen Stellen ebenfalls darauf hin, dass die Wasserqualität dort gut sei.
Klimawandel: Mehr Blaualgen in Zukunft erwartet
Wenn die Wasserqualität eines Badesees schlecht ist, könne dies zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Die Wasserproben werden auf die Darmbakterien „Escherichiacoli“ und „Intestinale Enterokokken“ überprüft, so das Gesundheitsamt.
Einige Seen stünden zudem im Verdacht, eine höhere Konzentration an Blaualgen, auch Cyanobakterien genannt, aufzuweisen. Diese würden dann zusätzlich auf das Bakterium untersucht werden. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums können Blaualgen in Zukunft häufiger in Bayerns Seen auftreten. Dies sei eine Folge des Klimawandels und der steigenden Durchschnittstemperaturen.
Wenige Badeseen betroffen: Das passiert bei schlechten Messergebnissen
Laut Angaben des Gesundheitsministeriums nehmen die bayerischen Gesundheitsämter kurz vor und während der Badesaison im Freistaat mehrere Proben. Von Ende April bis zum 15. September würden sie sechs Mal Wasserproben aus den bayerischen Seen entnehmen. Diese werden an das LGL geschickt, das die Wasserproben überprüft.
Einzelne schlechtere Messergebnisse seien nicht direkt ein Grund zur Sorge. Starkregen oder Wasservögel können demnach das Badewasser verschmutzen. Dennoch: Sollte das LGL zu hohe gesundheitsschädliche Werte messen, würde das Gesundheitsamt „die erforderlichen Maßnahmen“ ergreifen, heißt es. Im Notfall kann dann auch das Baden verboten werden.
Das LGL stellt Seebesuchern auf seiner Internetseite eine Übersicht zur Verfügung. Dort erhalten Besucher Informationen zu ihrem Badeziel.
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