Die Beamten fanden sie überall im Auto: im Reisegepäck, unter Teppichen, hinter Verkleidungen, unter der Rücksitzbank und lose im Kofferraum. Mehr als 17.000 Zigaretten wollten fünf Personen Anfang Oktober von Tschechien nach Deutschland schmuggeln. Nahe des oberfränkischen Ortes gingen sie der Grenzpolizei und dem Zoll ins Netz.
Die Fahnder der Grenzpolizei Selb kontrollierten am Donnerstag, 2. Oktober, an der Kontrollstelle auf der Staatsstraße St2179 zwischen Selb und dem tschechischen Ort Asch einen PKW, schreibt das Hauptzollamt Regensburg in einer Pressemitteilung. In dem Fahrzeug saßen drei Männer und zwei Frauen, diese sagten, sie seien auf dem Weg in die Niederlande, um dort zu arbeiten.
Beim Blick ins Fahrzeuginnere entdeckten die Grenzpolizisten zahlreiche Stangen Zigaretten. Weil der Verdacht bestand, dass es sich um Schmuggelware handelt, informierte die Grenzpolizei laut der Mitteilung den Zoll. Das Fahrzeug wurde mit den Insassen zur Dienststelle des Zolls nach Selb gebracht.
Die Behörden beziffern den Schaden auf über 3000 Euro
Dort durchsuchten die Beamten das Gepäck und das Fahrzeug. Dabei fanden sie laut der Mitteilung „an nahezu allen erdenklichen Stellen Zigaretten - im Reisegepäck, unter Teppichen, hinter Verkleidungen, unter der Rücksitzbank und lose im Kofferraum.“ Nach der Zuordnung des Gepäcks durften die Mitfahrer die Mengen an Zigaretten behalten, die innerhalb der zugelassenen Reisefreimengen lagen. Die übrigen, im Fahrzeug versteckten Zigaretten wurden dem 31-jährigen Fahrer zugeordnet.
Insgesamt wurden 17.180 Zigaretten mit ausländischem Steuerzeichen sichergestellt. Laut der Mitteilung des Zolls sind das Mengen, die über die zulässigen Reisefreimengen hinausgehen. Der entstandene Steuerschaden wird auf 3305,15 Euro beziffert.
Da sich der Wohnsitz des Fahrers im Ausland befindet, wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von über 6.000 Euro für den Steuerschaden und die zu erwartende Strafe festgesetzt. Der Mann muss sich nun wegen Steuerhinterziehung verantworten.
„Bereits bei Beginn der Kontrolle hatten wir den Eindruck, dass etwas nicht stimmt“, wird Martin Wießmeier von der Grenzpolizeiinspektion Selb in der Mitteilung zitiert. „Der Verdacht hat sich schnell bestätigt - überall tauchten Zigaretten auf. Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass Polizei und Zoll im Grenzraum eng zusammenarbeiten.“
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren