Putin hat es bald geschafft: Das Wildschwein im oberfränkischen Mehlmeisel ist seinen Namen bald endgültig los. Wie der Betreiber des Wildparks, in dem das Tier derzeit lebt, mitteilte, wurden aus den eingesandten Vorschlägen für eine Umbenennung fünf Favoriten ausgesucht: Igor, Frederick, Mir, Eberhofer und Gustl.
Wie berichtet, hatte sich Wildpark-Chef Eckard Mikisch nach Beginn des Krieges in der Ukraine dazu entschlossen, das nach Russlands Präsident Wladimir Putin benannte Schwein umzubenennen. "Keine Sau hat den Namen dieses unmenschlichen Widerlings verdient“, erklärte Mickisch. Er entzog dem 200 Kilo schweren Wildschwein daraufhin den einst selbst gegebenen Namen und nannte es fortan „Nobody“.
Gleichzeitig bat er seine Gäste und im Internet um Rat: Wie soll das Schwein, aka Putin, künftig gerufen werden? Die Aktion wurde im Netz ein Hit. Rund 2700 Namensvorschläge seien in den vergangenen Wochen eingetrudelt, bilanzierte jetzt der Wildpark. Am häufigsten genannt worden seien Klitschko, Selenskyi und Gorbatschow, jedoch wolle man den neuen Namen bewusst unpolitisch halten.
Wildpark-Betreiber will nicht verantwortlich sein
Nun soll eine weitere, finale, demokratische Abstimmung die Entscheidung bringen – Mickisch wolle nicht noch einmal für eine Namensfehlentscheidung verantwortlich sein, heißt es auf der Internetseite des Wildparks, auf der auch die fünf ausgewählten Kandidaten kurz erklärt werden.
So sei Igor "ein typischer männlicher, russischer Name, der anmutig und voluminös klingt, was unser Keiler darstellt und zeitgleich auf die russischen Wurzeln schließen lässt". Frederick stehe für "die glückliche Sau, weil er nicht mehr Putin heißen muss". Das ukrainische Wort "Mir" heiße ins Deutsche übersetzt "Frieden". Gustl sei "bodenständig und bayerisch" und Eberhofer das Ergebnis einer Abstimmung in der Fernsehsendung von Kabarettist Hannes Ringlstetter im Bayerischen Fernsehen.
Interessierte dürfen also ein weiteres Mal über den neuen Namen abstimmen. Auf Facebook kam die Aktion sogleich gut an. Schon an den ersten beiden Tagen nahmen hunderte Nutzer an der Abstimmung teil. Zwei Namensvorschläge sind in den Kommentarspalten dabei besonders oft zu entdecken: Gustl und Eberhofer. Die Wahl läuft noch bis zum 10. April.