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Bayerns erste grüne Landrätin: Daniela Groß aus Landsberg

Porträt

Bayerns erste grüne Landrätin kommt aus Landsberg

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    Daniela Groß hat es geschafft: Sie ist die erste grüne Landrätin in Bayern.
    Daniela Groß hat es geschafft: Sie ist die erste grüne Landrätin in Bayern. Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

    „This girl is on fire“ läuft im Hintergrund der Instagram-Story von Daniela Groß. Ein Lied über eine selbstbewusste, erfolgreiche Frau. Und er passt wie die Faust aufs Auge. Denn Groß hat es geschafft: Sie ist die erste bayerische Landrätin der Grünen.

    In der Stichwahl um den Posten im oberbayerischen Kreis Landsberg am Lech setzte sich die 37-Jährige mit 61,5 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Thomas Eichinger (CSU) durch. „Es war mir nicht klar, dass es so deutlich wird“, sagte sie am Wahlabend. Für sie ist das Ergebnis ein klares Signal: „Es zeigt mir, dass ein Wechsel gewünscht war.“ Ein Wechsel, den es so in Bayern bislang nicht gab.

    Daniela Groß ist neue Landrätin in Landsberg

    Seit sechs Jahren sitzt Groß für die Grünen im Kreistag und Stadtrat ihrer Heimatstadt und ist dort durch ihren Antrag für kostenlose Tampons aus Automaten aufgefallen. Auch die Arbeit in Behörden ist ihr vertraut. Als Diplom-Verwaltungswirtin war sie in verschiedenen Stadt- und Landesbehörden beschäftigt, unter anderem in der Stadt Landsberg, im Landratsamt München und im Bayerischen Landesamt für Verfassungsschutz.

    Die Mutter zweier kleiner Töchter plant, sich vor allem für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen einzusetzen. Ihre erste Amtshandlung am 1. Mai hat sie schon im Blick: „Ich möchte vom ersten Tag an präsent und ansprechbar sein – im Landratsamt und draußen bei den Menschen.“

    Warum die Grünen-Politikerin auf Parteisymbolik verzichtete

    Dass Grün Schwarz ablöst, ist in Bayern kein Wahlausgang, der häufig vorkommt. Wurde Groß also gewählt, weil sie für die Grünen antrat – oder obwohl sie das tat? Auffällig war auf jeden Fall ihr Wahlkampf: Auf Plakaten und in Anzeigen stellte sie ihre Person in den Vordergrund, das Parteilogo der Grünen suchte man meist vergeblich. Stattdessen dominierten klare Schriftzüge auf blauem Hintergrund. Darauf angesprochen, sagte Groß: „Die Landratswahl ist für mich eine Persönlichkeitswahl – es geht um mich und meine Haltung.“ Offensichtlich hat das funktioniert. Ähnlich wie auch bei Cem Özdemir im Landtagswahlkampf in Baden-Württemberg.

    Auf den Plakaten von Daniela Groß sucht man das Parteilogo der Grünen meist vergeblich.
    Auf den Plakaten von Daniela Groß sucht man das Parteilogo der Grünen meist vergeblich. Foto: Christian Rudnik

    Übrigens ist Groß nicht nur die erste grüne Landrätin in Bayern, sondern derzeit auch die einzige Vertreterin ihrer Partei an der Spitze eines Landratsamts. Der zuletzt einzige grüne Landrat in Bayern, Jens Marco Scherf im unterfränkischen Landkreis Miltenberg, trat nicht mehr an.

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