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Bayernweite Streiks möglich: Tarifrunde im ÖPNV beginnt in Nürnberg

Nürnberg

Bayernweite Streiks möglich: Tarifrunde im ÖPNV beginnt

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    Die Tarifrunde beginnt. Die Meinungen von Gewerkschaft und Arbeitgeberverband liegen weit auseinander.
    Die Tarifrunde beginnt. Die Meinungen von Gewerkschaft und Arbeitgeberverband liegen weit auseinander. Foto: Tom Weller, dpa (Symbolbild)

    Einfach werden die Gespräche wahrscheinlich nicht laufen: In Nürnberg hat am Montag, 19. Januar, die Tarifrunde für Personal des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) begonnen. Einige Beschäftigte im ÖPNV, laut BR24 sind es rund 10.000, haben einen eigenen Tarifvertrag, genannt TV-N. In Bayern betrifft die Tarifrunde eigenen Angaben der Gewerkschaft Verdi zufolge über 20 Betriebe des ÖPNV. Im Fokus der Verhandlungen stehen insbesondere die Arbeitsbedingungen des Berufes. Auch der Fachkräftemangel verschärfe das Problem zusätzlich, so Verdi. Der Beruf soll attraktiver werden.

    Forderungspaket von Verdi im Nahverkehr: Höhere Löhne, weniger Arbeitszeit

    Das sind die zentralen Forderungen der Gewerkschaft: Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter um 668,75 Euro. Zudem soll die Arbeitszeit künftig bei 35 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich liegen – derzeit kommen die Beschäftigten auf 38,5 Stunden. Auch ein Sonntagszuschlag wird gefordert – der soll bei 30 Prozent liegen. Wegzeiten sowie Vor- und Abschlussarbeiten, die etwa die Reinigung und Instandhaltung von Fahrzeugen und Infrastrukturen umfassen, sollen vollständig als Arbeitszeit vergütet werden.

    Arbeitgeberverband warnt: „Deutliche Reduzierungen des Verkehrsangebotes“

    Der Arbeitgeberverband hält das Forderungspaket, das Verdi bereits im November 2025 auf den Tisch legte, für nicht finanzierbar. Den Forderungen stünden „eine konstante Finanzierungslücke bei den kommunalen Nahverkehrsunternehmen und eine immer schwierigere Haushaltslage der Kommunen gegenüber“ und übersteige die finanziellen Möglichkeiten der Kommunen, heißt es in einer Mitteilung des Arbeitgeberverbands. Es drohten deutliche Reduzierungen des Verkehrsangebotes.

    Mit einer schnellen Einigung ist also nicht zu rechnen. Stattdessen könnte es in Städten, die mitverhandeln, zu Warnstreiks kommen, wie BR24 berichtete. Dafür wolle sich Verdi zunächst bundesweit abstimmen. Derweil ist auch der Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes in vollem Gange; Verdi drohte zuletzt Streiks an.

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