Rasen ist immer schlecht – doch am Mittwoch, 15. April 2026, wird es auch in besonders vielen Fällen geahndet. Denn wie jedes Jahr im Frühling findet der deutschlandweite Blitzmarathon statt. 24 Stunden lang werden dann besonders viele Blitzer und Polizeikräfte mit Messgeräten an den Straßen positioniert – auch in Bayern, Schwaben und Oberbayern. Selbst wenn man schnell am Ziel ankommen möchte, gilt also: Den Tacho im Blick behalten.
Die Aktion findet 2026 bereits zum 13. Mal statt. Sie ist der zentrale Tag der „Speedweek“, die vom europäischen Polizeinetzwerk Roadpol ins Leben gerufen wurde. In Bayern steht das Innenministerium hinter dem Blitzmarathon. Die Behörde betont: Es gehe nicht darum, Geld mit Bußgeldern zu machen, sondern darum, wachzurütteln. Erhöhte Geschwindigkeit ist eine Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle.
Blitzermarathon 2026: Unsere Karte zeigt alle Blitzer in Schwaben
Weil es um die Aufmerksamkeit für das Thema geht, werden die Messstellen vorab bekannt gegeben. Die Messstellen werden stets etwa eine Woche vor dem Aktionstag gemeldet, so auch dieses Mal. Unsere Karte zeigt alle vorab bekannt gegebenen Messstellen:
Alle Messstellen des Blitzermarathons 2026 in Schwaben/Oberbayern
Ein Überblick über die Messstellen in den einzelnen Landkreisen in unserer Region finden Sie an dieser Stelle:
- Stadt Augsburg
- Landkreis Augsburg
- Landkreis Aichach-Friedberg
- Landkreis Dillingen
- Landkreis Donau-Ries
- Landkreis Günzburg
- Landkreis Landsberg
- Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
- Landkreis Neu-Ulm
- Landkreis Unterallgäu
Alle Messstellen des Blitzermarathons 2026 in Bayern
Außerdem bieten wir in einzelnen Artikeln einen Überblick über die Standorte des Blitzermarathons:
So sah die Bilanz des Blitzermarathons 2025 aus
Beim zwölften Blitzmarathon, der 2025 stattfand, hat die bayerische Polizei fast 10.000 Menschen erwischt, die zu schnell unterwegs waren: 9832 Geschwindigkeitssünder, ein starker Anstieg zum Aktionstag 2024, wo noch rund 8600 Menschen geblitzt wurden. Allerdings erklärte das Bayerische Innenministerium 2025 auch, man habe an 1470 Messstellen kontrolliert – 2024 war noch die Rede von rund 1000 Messstellen.
Die massivste Geschwindigkeitsüberschreitung stellte die Polizei 2025 auf einer Bundesstraße bei Langenaltheim in Mittelfranken fest. Dort wurde ein Autofahrer mit 180 Kilometern pro Stunde erwischt, erlaubt waren 100. Die Strafe: ein dreimonatiges Fahrverbot, zusätzlich ein Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg.
Der Blitzmarathon sei ein wichtiger Baustein im Bayerischen Verkehrssicherheitsprogramm, erklärte Innenstaatssekretär Sandro Kirchner 2025. „Das Ergebnis des Blitzmarathons bestätigt uns, weiter konsequent zu kontrollieren, damit Geschwindigkeitsbeschränkungen von den Verkehrsteilnehmern eingehalten werden“, wird er in der Mitteilung des Innenministeriums zitiert. „Zu schnelles Fahren ist nämlich kein Kavaliersdelikt, sondern kann im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.“
Den Tacho im Blick zu behalten, spart zudem doppelt Geld: Einerseits lassen sich Bußgelder durch das Einhalten von Tempolimits vermeiden. Andererseits sinkt der Benzin-, Diesel- oder auch Stromverbrauch durch niedrigere Geschwindigkeiten. Vor allem bei den aktuellen Preisen an den Tankstellen ein weiterer Grund, es langsamer angehen zu lassen.
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