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Wenn die Kirche Mitglieder verliert, ist das ein Verlust für die ganze Gesellschaft

Kommentar Von Daniel Wirsching
26.06.2022

Plus Am Montag veröffentlicht die katholische Kirche aktuelle Austrittszahlen. Zeit für die Frage: Was fehlt unserer Gesellschaft, wenn Kirche neben den Mitgliedern auch an Relevanz verliert?

Am Montag, wenn die katholische Kirche ihre offiziellen Austrittszahlen für das Jahr 2021 bekannt geben will, wird man wieder Bischöfe von "schmerzlichen Zahlen" (2009), von "einem Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust" (2014) und nun notwendigen "mutigen Veränderungen" (2020) sprechen hören.

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29.06.2022

..... ist das ein Verlust für die ganze Gesellschaft

Aber nein!
Es ist ein Hoffnungszeichen, dass im "Aberglaubenmeer" das Mittelalter sich nun zum Ende neigt.
Nun muss von der Politik endlich die Säkularisation zu Ende gebracht werden - sonst kommen an der Stelle der jetzt dominierenden Kirchen, neue, fundamentalistische Glauben und Kirchen und übernehmen deren Stelle - mit neuer Dominanz und Bevormundung!

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29.06.2022

wenn die katholische Kirche nicht zu einem Club der Kinder Schänder verkommen wäre könnte man ja mit ihr leben ! aber wie eine Sprache sich verendet Muss auch eine Kirche sich verändern , womit ich meine zum guten und nicht dazu ein noch verschwiegenerer verein der alten uneinsichtigen Männer zu werden

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28.06.2022

Die roem.kath.Kirche basiert ganz wesentlich auf dem Luegengebaeude der konstantinischen Schenkung und dem Ausbremsen der anderen nachchristlichen Patriarchate, die eine bessere Legitimation hatten. Ueber Jahrhunderte war diese angebliche Schenkung die Basis fuer den weltlichen Machtanspruch der Kirche. Dieser broeselte dann langsam als u.a. Cusanus den Schwindel entlarvte. Von der Kirche bisher meistens verdraengt und verschwiegen. Woher der Anspruch der Kirche auf eine moralische Fuehrung kommen soll, ist durch genuegend weitere Fehltritte bis heute nicht nachvollziehbar.
Dass die Austritte ein gesellschaftlicher Nachteil sind, sehe ich nicht. Man kann auch ganz gut ohne Kirche ein guter Mensch sein.

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27.06.2022

Also wirklich, Herr Wirsching, die kirchliche Einrichtungen werden vom Staat nicht verschiedentlich mitfinanziert. Die Kirchen sind die, die mitfinanzieren. Wie hoch der Prozentsatz ist fragen Sie? Nach meinen Informationen liegt der bei 2%, Sie können sich aber auch gerne bei Carsten Frerk informieren, der Name sollte Ihnen ja ein Begriff sein.

Und wie eine ideale Welt für Christen aussieht, nämlich in der sie das sagen haben, lehrt uns ein Blick in die USA. Da werden kurzerhand einfach mal Abtreibungen verboten. Da lieber ganz ohne Kirche, dafür mit Humanismus.

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26.06.2022

was soll man von einer Katholischen Kirche halten wenn der Vertreter auf Erden einen einen Kriegstreiber wie Putin unterstützt !! wenn Priester wasser Predigen und Wein Trinken !! übertrieben gemeint ! wenn mindestens 10% der Priester Sexuelle Verfehlungen haben !! und die oberen der Kirche auf eine eigene Rechtsprechung Pochen und Straftäter in ihren Reihen schützen !!!

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26.06.2022

Es braucht keine moralische Autorität von einer gesonderten Stelle. Ich bin nahezu komplett ohne Kontakt zur Kirche erzogen worden und bin trotzdem ein anständiger Mensch geworden.

Auch das Beispiel Ostdeutschland ist sehr einfach dargestellt. Es dürfte wohl eher so sein, dass sich aufgrund der strukturellen Probleme, vor und nach dem Mauerfall, die Menschen von Autoritäten abgewandt haben, weil sie sich im Stich gelassen fühl(t)en. Sowohl vom Staat (siehe hohe anti-demokratische Tendenzen) als auch von der Kirche.
Nur ist der Rückschluss in die andere Richtung einfach nicht richtig und die Erklärung, man könne in Ostdeutschland sehen, was ein geringerer Einfluss der Kirche bedeute, ein zurechtgelegtes, stark hinkendes Beispiel.

Die Kirche hat kein Recht sich als moralische Instanz zu sehen, nachdem sie über Jahrzehnte bekanntermaßen und wahrscheinlich schon viel länger ohne dass es bekannt war, den sexuellen Missbrauch von Kindern institutionell begünstigt hat und sich bis heute schützend vor die Täter stellt und versucht alles so gut wie möglich zu vertuschen.
Der christliche Glaube hat auf jeden Fall seine Darseinsberechtigung, aber die Kirche, besonders die römisch-katholische Kirche, hat jegliche Glaubhaftigkeit verloren und gehört meiner Meinung nach als gescheiterte, korrupte Institution abgeschafft. Und der Staat sollte auf keinen Fall mehr irgendwelche Sonderrechte einräumen und der Kirche finanziell unter die Arme greifen.
(Das bedeutet natürlich nicht, dass die sozialen Dienste der Kirche nicht wichtig und notwendig sind. Aber das Wichtige ist die Arbeit der Beteiligten und nicht die Kirche als Schirmherrin)

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26.06.2022

Ich habe in meinem Leben Pfarrer kennengelernt die eine motalische Autorität haben aber viele sind es nicht
Aber woher die Kirche in ihrer Gesamtheit eine moralische Autorität haben soll erschließt sich mir nicht. Alleine schon ihre Geschichte mit zahlreichen Opfern und die Herkunft ihres Reichtums reicht schon aus um ihr die moralische Autorität nicht abzunehmen.
Aber auch die letzten Jahre haben doch gezeigt das die Moral nicht sehr hoch ist. Bei Kindesmißbrauch werden Täter in andere Gemeinden versetzt um eine strafrechtliche Verfolgung zu verhindern oder zumindest zu erschweren. Innerkirchliche Aufklärung ist eher eine Alibiveranstaltung solange nicht ein entsprechender Druck ausgeübt wird
Und dabei ist es bei uns noch nicht einmal so schlimm wenn wenn man mitbekommt was z.B. in Irland und Kanada im Namen der Kirche für Verbrechen begangen wurden. Kinder die an diesen Schulen starben wurden einfach verscharrt, alleinstehenden Müttern wurden die Kinder weggenommen und zur Adoption freigegeben (oft gegen Entgelt) während die Mütter Zwangsarbeit leisten mussten.
In meinen Augen wird es die Kirche nicht schaffen den Verfall ihrer angeblichen moralischen Autorität aufzuhalten Das ist schade für viele die an die Werte glauben und sie auch leben aber die haben leider nicht das sagen

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26.06.2022

Glaube? Kirche?
Nichts davon hat irgend einen Krieg verhindert. Nichts davon hat die Welt gerechter gemacht.
Im Gegenteil!
Man sehe sich nur die Religionen in der Welt an.
Radikale Moslems, erzkonservative Evangelikale in USA, Orthodoxe Kriegskirche in Russland, Missbrauch Schutzbefohlener in Deutschland.
Es gäbe unendlich viele Beispiele für das Versagen der Religionen aller Arten und immer schon!
Überall Rückschritt und Leid durch Religion!
Und hätten wir in Europa nicht die Aufklärung und eine gewisse Demokratisierung erfahren, würden die Kirchen und ihre Pfarrer auch bei uns weiterhin das tun, was sie vor Jahrhunderten getan haben. Die Frauen klein halten, die Männer in den heiligen Krieg schicken, autoritäre Machthaber unterstützen....
Nein, irgendwann müßen die Menschen erwachsen werden, Vernunft und Verantwortung verstehen und leben.
Warum?
Weil es offensichtlich der einzige Weg ist, eine humane, gerechte und lebenswerte Welt zu schaffen.

Als Bürger eines demokratischen Staates und Verfassungspatriot bin ich froh, nicht einer kirchlichen Gerichtsbarkeit zu unterstehen!

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