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Droht Bayern der Kälteeinbruch mit Schnee? Das sagt ein DWD-Meteorologe

Bayern-Wetter

Droht nach dem Sturm der Kälteeinbruch in Bayern? DWD-Meteorologe gibt Prognose ab

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    Heißluftballons sind am strahlend blauen Himmel über dem bayerischen Alpenpanorama zu sehen. Doch wie wird das Wetter Ende März, Anfang April?
    Heißluftballons sind am strahlend blauen Himmel über dem bayerischen Alpenpanorama zu sehen. Doch wie wird das Wetter Ende März, Anfang April? Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

    Die ersten milden Episoden des Jahres liegen bereits hinter Bayern, an einigen Tagen gab es Sonne satt im Freistaat. Der eine oder die andere dürfte sich schon an die höheren Temperaturen und die Sonnenstunden gewöhnt haben. Umso schwerer fällt es, wenn dann auf einmal die Temperaturen wieder fallen, der Frost zurückkommt oder sogar Schnee fällt. Die kalte Zeit ist schließlich noch nicht ganz überwunden. Auch in den kommenden Tagen sinken die Temperaturen. Deshalb fragen sich viele: Kommt jetzt nochmal ein richtiger Kälteeinbruch?

    Bayern-Wetter: Am Mittwoch ist „Tag des Umschwungs“

    Die Frage lässt sich so eindeutig nicht beantworten. Der Meteorologe Dirk Mewes vom Deutschen Wetterdienst (DWD) erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion aber: Am Mittwoch, 25. März, stehe der „Tag des Umschwungs“ bevor. Und der macht sich unter anderem in den Tageshöchst- und Tiefstwerten bemerkbar.

    Am Mittwoch, so teilt der Experte mit, erreicht die Kaltfront eines Tiefdruckgebietes über Skandinavien Südbayern. „Aus polaren Breiten gelangen dann Kaltluftmassen nach West und Mitteleuropa.“ Noch am Tag zuvor, dem Dienstag, 24. März, war in Bayern der wärmste Zeitpunkt dieser Woche. Die Höchstwerte lagen zwischen 13 und 18 Grad in Südbayern. Leichten Luftfrost gab es laut DWD dagegen in der Nacht in Teilen Nieder- und Oberbayerns. In Schwaben sollte sich gebietsweise leichter Frost in Bodennähe einstellen.

    Kälteeinbruch und sinkende Schneefallgrenze in Bayern

    Am Mittwoch, 25. März, bleibt es zunächst zwar ziemlich mild und trocken, bei Temperaturen, die tagsüber 12 bis 16 Grad erreichen. Die Bewölkung nimmt den Tag über aber zu, am Nachmittag regnet es schauerartig. Auch die Schneefallgrenze sinkt – auf etwa 800 Meter. Dazu kommt es teils zu schweren bis orkanartigen Sturmböen, die in exponierten Lagen in den Spitzen 105 km/h erreichen können.

    In der Nacht auf Donnerstag, 26. März, gibt es laut dem Wetterdienst dann „nur noch wenige Flecken“, die in Südbayern und im Allgäu von leichtem oder mäßigem Frost „verschont bleiben“. Bis in die tieferen Lagen soll Schnee fallen. Und der Tag wartet schließlich nur noch mit deutlich niedrigeren Temperaturen auf. Das Thermometer klettert auf gerade einmal 1 Grad im Allgäu und 7 Grad an der unteren Donau.

    Unterhalb von 600 Metern erwartet die Menschen ein Mix aus Regen- und Schneeschauern, oberhalb gibt es noch mehr Neuschnee. Die derzeitigen Modellvorhersagen, erklärt Mewes, gehen im Alpengebiet von 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee bis Freitagvormittag aus, oberhalb von 800 Metern von 30 bis 50 Zentimetern sowie in den höheren Lagen der Allgäuer Alpen und bayerischen Voralpen von 80 Zentimetern Neuschnee.

    Ab 1. April steigen die Temperaturen wieder häufiger über 10 Grad

    Das kühlere Temperaturniveau, erläutert der Meteorologe, ziehe sich bis Samstag, 28. März, hin. Nachts herrsche verbreitet leichter, in den Alpentälern mäßiger Frost.

    Bei dieser Kälte bleibt es den Prognosen zufolge aber nicht. In den Modellen deute sich am Sonntag, 29. März, „ein leichtes Ansteigen der Tageshöchstwerte an“, so der Meteorologe. Es werden 6 bis 11 Grad erreicht. Erst am Mittwoch, 1. April, klettern die Höchstwerte tagsüber auch in Schwaben wieder häufiger über 10 Grad.

    „Kälteeinbrüche zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich“

    Dass es noch einmal zu Kälteeinbrüchen kommt, ist „zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich“, erklärt der DWD-Experte. Bis Anfang Juni weist der sogenannte Singularitäten-Kalender noch auf einige Kaltlufteinbrüche hin. Singularitäten sind Wetterlagen, die, abweichend von einem glatten Verlauf, mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in bestimmten Zeiträumen im Jahr auftreten. Es könnte also nicht das letzte Mal in diesem Jahr sein, dass die Temperaturen zwischenzeitlich etwas absacken.

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