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Erlanger Bergkirchweih 2026: Volksfest ist älter als die Wiesn

Volksfest 2026

Jahrhundertealte Tradition: Diese Feste sind älter als der Augsburger Plärrer

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    Der Augsburger Plärrer hat eine lange Tradition. Doch einige Volksfeste in Bayern gibt es noch länger.
    Der Augsburger Plärrer hat eine lange Tradition. Doch einige Volksfeste in Bayern gibt es noch länger. Foto: Marcus Merk (Archivbild)

    Am 5. April geht heuer wieder die Osterversion des Augsburger Plärrers los. Das Volksfest ist ein großer Teil der städtischen Tradition. Zum ersten Mal wurde er 1878 gefeiert. Aber: Der Plärrer ist nicht das einzige Volksfest in Bayern mit einer jahrhundertealten Geschichte. Wir stellen Ihnen einige bayerische Feste vor, die noch älter als der Augsburger Plärrer sind.

    Landshuter Dult: Fest fand erstmals im 14. Jahrhundert statt

    In der Hauptstadt des Regierungssitzes Niederbayern finden jedes Jahr zwei Volksfeste statt. Die Bartlmädult ist jährlich für den Spätsommer angesetzt. Das erste Fest geht zurück bis ins 14. Jahrhundert. Im Jahr 1339 feierten die Landshuter zum ersten Mal ihr Volksfest.

    Grund dafür war wohl die Wirtschaft: Wie die Veranstalter auf ihrer Webseite schreiben, wollte der bayerische Herzog Heinrich XIV. den Handel im 1338 gegründeten Landshuter Stadtteil Freyung ankurbeln. Seine Lösung war ein Volksfest, das schließlich zur Tradition wurde.

    Der Name der Bartlmädult kommt daher, dass das Fest ursprünglich rund um den Bartholomäustag am 24. August stattfand. 1949 zogen die Schausteller aus der Stadt vor die Tore, dreißig Jahre später folgten auch die Verkaufsstände. Neben der Bartlmädult gibt es in Landshut auch eine Frühlingsdult. Laut den Veranstaltern sei über sie aber weniger bekannt. Dennoch gehen sie davon aus, dass das Frühlingsfest seinen Ursprung ebenfalls im 14. Jahrhundert hat.

    Erlangener Bergkirchweih: „Älter als das Oktoberfest“

    Das Erlangener Volksfest ist rund einhundert Jahre älter als der Augsburger Plärrer. Ursprünglich war das Fest der traditionelle Pfingstmarkt. 1755 entschieden die Stadträte des Magistrats der Erlangener Altstadt, den Pfingstmarkt auf den Burgberg zu verlegen. Damit wurde der Markt zur Bergkirchweih.

    Wie die Kölner ihren Karneval haben, so feiern die Erlangener seitdem ihre Bergkirchweih. Laut der Touristeninformation Erlangen ist das Volksfest Erlangens „fünfte Jahreszeit“.

    Die Gaudi endet mit dem traditionellen Bierbegräbnis. Dabei ziehen Festwirte und Helfer der Bergweih mit Schaufeln und Pickel und einem letzten Fass Festbier durch die Besuchermenge, um das bayerische Nationalgetränk zu begraben. Mit dabei ist auch ein „Priester“, der durch einen der Festwirte verkörpert wird. Der Abschied vom „Berch“ wird von den Besuchenden mit weißen Taschentüchern begleitet.

    Nur knapp geschlagen: Rosenheimer Herbstfest wenige Jahre älter als Plärrer

    Den Plärrer trennen nur wenige Jahre vom „größten Volksfest im Südosten Oberbayerns“, wie die Bayern Tourismus Marketing GmbH das Rosenheimer Fest nennt. Tatsächlich ging das Herbstfest aus einer Landwirtschaftsveranstaltung hervor. Seit 1861 gehört es zum Rosenheimer Leben dazu.

    Der Treffpunkt ist in dieser Zeit die Loreto-Wiese. Der Startschuss für das Herbstfest fällt traditionell am letzten Samstag im August. Nach sechzehn Tagen ist die Gaudi vorbei. Besonders sehenswert ist während der Festzeit der Trachtenzug durch die Rosenheimer Innenstadt. Dieser findet zu Beginn des Herbstfestes statt. Die Veranstalter selbst nennen ihr Fest heute „Die sympathische Wiesn“.

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