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Prozess im Eichstätter Finanzskandal ab Januar: Früherer Bischof Hanke als Zeuge?

Kirche

60-Millionen-Skandal im Bistum Eichstätt: Prozess wird noch länger dauern

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    Der Skandal dreht sich um rund 60 Millionen Dollar, die das katholische Bistum Eichstätt in hochspekulative Immobilienanlagen in den USA investierte.
    Der Skandal dreht sich um rund 60 Millionen Dollar, die das katholische Bistum Eichstätt in hochspekulative Immobilienanlagen in den USA investierte. Foto: Armin Weigel/dpa

    Der Finanzskandal im Bistum Eichstätt kommt nun vor Gericht – und wird länger dauern, als es noch am Montag mitgeteilt wurde: Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht München II beginne am 8. Januar, hatte ein Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion gesagt. Martin Meixner, der Vorsitzende der 10. Großen Strafkammer – das ist die Wirtschaftsstrafkammer – habe insgesamt 39 Verhandlungstage bis zum 30. Juni 2026 anberaumt. Am Dienstag erklärte der Sprecher unserer Redaktion, die Zahl der Verhandlungstermine sei auf 60 gestiegen. Der Prozess, der im Strafjustizzentrum in München stattfindet, wird damit erst am 20. August 2026 enden.

    Damit tritt die juristische Aufarbeitung eines der größten Finanzskandale der katholischen Kirche in Deutschland in die entscheidende Phase – Jahre, nachdem ihn das Bistum Eichstätt Anfang 2018 selbst öffentlich gemacht hatte.

    Der frühere Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke: Vorermittlungen gegen ihn wurden eingestellt. Vor Gericht könnte er jetzt als Zeuge geladen werden.
    Der frühere Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke: Vorermittlungen gegen ihn wurden eingestellt. Vor Gericht könnte er jetzt als Zeuge geladen werden. Foto: Luzia Grasser

    Der Skandal dreht sich um rund 60 Millionen Dollar, die das Bistum in hochspekulative Immobilienanlagen in den USA investierte. Die Staatsanwaltschaft München II klagte deswegen den früheren stellvertretenden Finanzdirektor des Bistums Eichstätt, der kein Kleriker ist, und seinen Ex-Geschäftspartner an – einen US-Immobilienentwickler.

    Finanzskandal im Bistum Eichstätt: Das wird den Angeklagten vorgeworfen

    Dem ehemaligen Vize-Finanzdirektor wird nach Angaben des Gerichtssprechers vom Montag unter anderem Untreue in 22 Fällen sowie Bestechlichkeit in 20 Fällen vorgeworfen. Beim Mitangeklagten gehen die Ermittler von 21 Fällen der Bestechung, 24 Fällen der Anstiftung zur Untreue sowie fünf Fällen der Untreue aus. Dass der im vergangenen Juni auf eigenen Wunsch vorzeitig als Eichstätter Bischof zurückgetretene Gregor Maria Hanke als Zeuge geladen wird, gilt als wahrscheinlich. Der Gerichtssprecher wollte dies allerdings noch nicht bestätigen. „Das Beweisprogramm wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben“, sagte er. Bereits im Jahr 2020 waren Vorermittlungen gegen Hanke eingestellt worden. „Es wurden keine belastbaren Tatvorwürfe gefunden“, hieß es damals. Gegen den Bischof war zuvor eine anonyme Strafanzeige eingegangen, daraufhin wurde er zeitweise als Beschuldigter geführt.

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