Für Flugreisende gelten seit 2006 strenge Regeln für das Mitführen von Cremes, Shampoos, Getränke und anderen Flüssigkeiten im Handgepäck. Jegliche Flüssigkeiten müssen in Behältnisse umgefüllt werden, die Mengen von 100 Millilitern nicht überschreiten dürfen. Größere Flaschen, Flacons und Co. müssen dann in den Abfallbehältern vor dem Sicherheitscheck entsorgt werden. Diese Beschränkungen ärgern Flugreisende oftmals.
Doch nach fast zwanzig Jahren soll sich das nun ändern. Der Einsatz von Spezial-Scannern soll es künftig ermöglichen, dass insgesamt bis zu zwei Liter Flüssigkeiten mitgeführt werden. Bislang lag die Begrenzung bei einem Liter.
100 Milliliter im Handgepäck bei Flugreisen: Neue Scanner-Technik ermöglicht Aufhebung der Begrenzung
Die Scanner-Technik, die bislang in den Sicherheitsbereichen eingesetzt wird, kann mit Flüssigkeiten in einem größeren Umfang nicht umgehen. Doch nun hat die europäische Zivilluftfahrtkonferenz angekündigt, dass neue Scanner in den Sicherheitsbereichen von Flughäfen in Betrieb genommen werden sollen. Diese sollen auch größere Mengen an Flüssigkeit erfassen und ausschließen können, dass es sich um gefährliche Substanzen handelt.
Die EU-Kommission bestätigte dem Portal Euronews, dass schon bald eine entsprechende Änderung in der EU in Planung ist. In Rom und Mailand werden die neuen Scanner des Typs Hi-Scan 6040 CTiX bereits erprobt, wie zunächst die italienische Zeitung Corriere della Sera berichtete. Einer Zulassung steht laut EU-Kommission nun nichts mehr im Wege.
Wann kommt die Änderung?
Der genaue Startpunkt für die Änderung ist noch unklar. Das neue System sei laut italienischer Flughafenbetreiber teurer als die bisherigen Scanner. Wenn es losgeht, hängt auch davon ab, wie schnell die jeweiligen Flughäfen die neue Technik in Betrieb nehmen können. Auch deutsche Flughäfen wollen schnell nachziehen. Grundsätzlich entfällt die Regel nur da, wo die Sicherheits-Scanner der neuen Generation im Einsatz sind. CT-Scanner sind unter anderem am Flughafen München im Einsatz.
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