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Franz Josef Strauß: CSU-Ikone zieht posthum in die Walhalla ein – Ein historischer Moment

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Franz Josef Strauß zieht in die Walhalla ein

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    Heute noch legendär für seine Sprüche: Franz Josef Strauß. Jetzt soll die CSU-Ikone einen Platz in der Walhalla bekommen.
    Heute noch legendär für seine Sprüche: Franz Josef Strauß. Jetzt soll die CSU-Ikone einen Platz in der Walhalla bekommen. Foto: dpa (Archivbild)

    Franz Josef Strauß hat es schon immer gewusst: Zur Kunst der Politik gehört es auch, im richtigen Moment an überraschenden Orten aufzutauchen: „Ich bin immer da, wo man mich nicht vermutet“, lautet eines der ihm zugeschriebenen Zitate, das fast 30 Jahre nach seinem Ableben wieder an Aktualität gewinnt. CSU-Ikone Strauß, deren Konterfei einst als Poster im Jugendzimmer eines fränkischen Fans namens Markus Söder hing, soll nun auf dessen Betreiben hin in die Walhalla einziehen, jene Ruhmeshalle der Deutschen, die bei Donaustauf hoch über der Donau thront.

    Wer einmal in der Walhalla ist, darf für ewig bleiben

    Gut, den Weg vom vergänglichen Posterboy hin zum länger haltbaren Denkmal haben schon andere geschafft. Mick Jagger zum Beispiel, der Sänger der Rolling Stones. Als Sänger war sich Strauß seiner Grenzen bewusst, als Politiker strebte er lang nach Höherem und nun hat er posthum eine Position erreicht, die ihm niemand mehr nehmen kann: Wer einmal drin ist, in der Walhalla, der darf dort auch bis in alle Ewigkeit bleiben.

    Söder hat Strauß schon vor zehn Jahren für die Walhalla vorgeschlagen

    Zu den knapp 200 „Persönlichkeiten deutscher Zunge“, die mit Büsten und Gedenktafeln in der 1842 fertig gestellten Ruhmeshalle geehrt werden, gehören ein Schwung mittelalterlicher Herrscher, der Preußenkönig Friedrich II., Goethe, Schiller und Mozart oder die von den Nazis hingerichtete Sophie Scholl. Sie ist eine der wenigen Frauen in der Reihe. Ein Manko, das sich nur allmählich beheben lässt, weil es immer dauert, bis die Staatsregierung auf Vorschlag einer Expertenkommission Neu-Aufnahmen beschließt. Sogar FJS musste zehn Jahre warten, nachdem sein treuer Fan Söder ihn schon 2015 vorgeschlagen hatte. Immerhin: Durch Straußens Einzug verändert sich das prekäre Ungleichgewicht nicht weiter. Mit der CSU-Ikone wird auch die Publizistin und Wissenschaftlerin Hannah Arendt aufgenommen. Die Nazis hatten die Jüdin in die USA ins Exil getrieben.

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