Ach Godderla, die Oberfranken! Jahrelang wurden sie vernachlässigt, übergangen, ja ignoriert. Kölner, Wiener, Münchner, ja selbst die Mittel- und Unterfranken kamen früher zu der Wertschätzung, die ihrem stolzen Völkchen im nordöstlichsten Zipfel Bayerns doch schon lange zusteht.
Nun aber, endlich, haben es auch sie in den Olymp geschafft, oder besser: in den Cirgus Maggsimus. In wenigen Tagen dürfen sich die Menschen zwischen Kleinsendelbach und Unterneuhüttendorf über ein eigenes Asterix-Heftchen freuen: Der langersehnte Band „Dunnerkeil“ kommt auf den Markt – es ist der erste seiner Art auf Oberfränkisch.
Der erste Asterix-Band auf Oberfränkisch: "Dunnerkeil“
Die ersten Kostproben aus dem Comic klingen verheißungsvoll – zumindest für Liebhaber fränkisch-verweichlichter Konsonanten, die sich an Sprechblasen, in denen es „des erschda moll gscheid gegladdschd hodd“, erfreuen können. Für Menschen außerhalb des kleinsten bayerischen Regierungsbezirks droht die Lektüre anstrengend zu werden.
Doch zum Glück leben die Geschichten über die unbeugsamen Gallier um Asterix und Obelix ja auch von ihren Bildern. Und wem die nicht genügen, der kann sich das Heft „Asterix als Gladiator“ in einem seiner Sprache näherliegenden Dialekt zur Unterstützung ins Haus holen. Im Angebot sind bereits Kärntnerisch, Saarländisch, Bairisch, Sächsisch oder Luxemburgisch.
Was der kleine Gallier Asterix wohl dazu sagen würde, was ihm neben viel Wildschwein schon alles in den Mund gelegt wurde, seit ihn die beiden Franzosen Albert Uderzo und René Goscinny erstmals auf die Römer losließen? Par toutatis!, wahrscheinlich. Oder eben jetzt: Beim Deudaades!