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Glosse: In Bayern ist das Auto noch sicher – warum eigentlich?

Glosse

In Bayern ist das Auto noch sicher – warum eigentlich?

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    Bundesweit wurden 2021 in Bayern und Baden-Württemberg die wenigsten Autos gestohlen.
    Bundesweit wurden 2021 in Bayern und Baden-Württemberg die wenigsten Autos gestohlen. Foto: Boris Roessler, dpa (Symbolbild)

    In diesen schwierigen Zeiten freuen wir uns doch alle über gute Nachrichten. Also: Im Süden Deutschlands werden bundesweit am wenigsten Autos gestohlen. Das teilte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft mit und das ist doch nun wirklich eine gute Nachricht.

    Während man in Berlin besser ein Kettenschloss um das eigene Gefährt legen sollte, kann man die mobile Geldanlage in Bayern und Baden-Württemberg getrost am Straßenrand abstellen, ohne ernsthaft fürchten zu müssen, dass sich jemand an dem mit Liebe polierten und gesaugten PS-Boliden vergreift. Lediglich 421 Autos – und damit im Schnitt jeder zehntausendste Wagen – wurden im Freistaat vergangenes Jahr entwendet. Im benachbarten Schwabenländle waren es noch einmal acht weniger. Ein echter Grund zur Freude.

    Hat etwa die Autodieb-Branche ein Problem?

    Bei genauerer Betrachtung kommen dann aber doch Zweifel auf. Warum wollen die Diebe unsere Autos nicht mehr? Sind die einst so begehrten Beförderungsmittel aus dem Süden etwa nicht mehr gut genug für Autoknacker? Ist der Wiederverkaufswert luftverschmutzender Ring-, Stern- und Rautenträger derart in den Keller gerast, dass Diebe nur noch auf batteriebetriebene Kurzstreckenfahrzeuge abfahren – von denen hierzulande noch verhältnismäßig wenige greifbar sind?

    Womöglich liegt es gar an der Entwendungsbranche selbst! Gehen ihr die Fachkräfte aus, fehlt der Nachwuchs, hapert es an Fortbildungsmöglichkeiten? So oder so: Der Sache sollte nachgegangen werden – irgendwo muss diese gute Nachricht doch einen Haken haben!

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