Im Münchner Tierpark Hellabrunn sind die Südlichen Kugelgürteltiere Gustav (“Gustl“) und Gerlinde zum dritten Mal Eltern geworden. Wie der Tierpark mitteilt, entwickelt sich das Jungtier gut. Das Geschlecht könne man derzeit noch nicht bestimmen.
Zu sehen gibt es den Gürteltier-Nachwuchs im Tierhaus „Welt der kleinen Affen“. Wenn man sie denn findet: Die Kugelgürteltiere sind nämlich Meister des Versteckens. Oft verkriechen sie sich unter Zweigen oder in hohlen Baumstämmen oder graben sich sogar im Boden ein. Die Gürteltier-Familie teilt sich eine Anlage mit den Zweifarbentamarinen, einer Primatenart. Seit August 2024 leben Kugelgürteltiere in dem Zoo.
Sie sind die einzigen Gürteltiere, die sich bei Gefahr vollständig zu einer Kugel zusammenrollen können und gehören zu den wenigen Säugetieren, die einen knöchernen Außenpanzer haben. Das Südliche Kugelgürteltier (Tolypeutes matacus) wird auf der Roten Liste als potenziell gefährdet eingestuft. Seine Population nimmt unter anderem wegen Jagd und Lebensraumverlusts ab. „Jede erfolgreiche Nachzucht ist ein wertvoller Beitrag zum Schutz bedrohter Tierarten“, sagte Tierparkdirektor Rasem Baban laut der Mitteilung. Wie bei Gustl und Gerlinde auch, kommt meist nur ein Jungtier zur Welt, selten zwei. Die Kleinen werden rund zehn Wochen lang gesäugt.
Südliches Kugelgürteltier: Scheuer Insektenfresser
Südliche Kugelgürteltiere werden etwa 21 bis 27 Zentimeter lang. Sie leben in Südamerika und sind vom südöstlichen Bolivien über Brasilien und Paraguay bis in den Norden Argentiniens verbreitet. Dort bevorzugen sie trockene Wälder und Buschlandschaften. Die weitestgehend nacht- und dämmerungsaktiven Tiere ernähren sich von Insekten.
Süßen Nachwuchs gab es zuletzt auch im Zoo Heidelberg: Dort wurden seltene Asiatische Goldkatzen geboren. In Berlin kam vor einiger Zeit ein kleiner Sumatra-Tiger zur Welt.
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