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Handy statt Einwohnermeldeamt: Weniger Behördengänge in Bayern

Digitalisierung

Diese Behördengänge sollen in Bayern bis Ende 2026 überflüssig sein

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    Weniger Behördengänge verspricht Bayern seinen Bürgern durch die Digitalisierung der Verwaltung
    Weniger Behördengänge verspricht Bayern seinen Bürgern durch die Digitalisierung der Verwaltung Foto: Luisa Hofmeier, dpa (Symbolbild)

    Das Versprechen steht: Bis Ende des Jahres sollen Behördengänge für wichtige Dienstleistungen in den Rathäusern in ganz Bayern überflüssig sein. Das haben Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) und sein bayerischer Kollege Fabian Mehring (FW) am Mittwoch in Berlin angekündigt.

    Diese Dienstleistungen gibt es in ganz Bayern per Handy

    Konkret geht es dabei um fünf zentrale Dienstleistungen, die Bayerns Bürger per Handy erledigen sollen: die Ummeldung des Wohnsitzes, den Führerscheinantrag, Aufenthaltstitel, Bauvorbescheid- sowie Genehmigung und waffenrechtliche Erlaubnisse. Diese Leistungen betreffen laut dem bayerischen Digitalministerium breite Bevölkerungsgruppen und eignen sich besonders für eine landesweite Standardisierung. „Ich will, dass die Menschen ganz persönlich spüren, dass jetzt etwas vorangeht“, sagte Bayerns Digitalminister beim Pressegespräch in Berlin. „Verwaltung muss überall, jederzeit und einfach online funktionieren“, so Mehring, der gern vom „Rathaus in der Hosentasche“ spricht.

    Vorangehen sollen dabei in Deutschland die Bundesländer Bayern und Hessen, wie Bundesdigitalminister Wildberger betont. „Beide Länder haben einen verbindlichen Fahrplan vorgelegt, wie digitale Leistungen flächendeckend umgesetzt werden.“ In Bayerns Verwaltungen gibt es bereits an die 1400 Online-Dienste, doch nun sollen diese systematisch zum Nutzen der Bürger eingesetzt werden.

    Erkundet wurde der Weg dorthin bereits seit Herbst in verschiedenen Pilotkommunen, in Bayern waren dies die kreisfreien Städte Aschaffenburg und Augsburg, die Landkreise Kelheim und Regensburg sowie die kreisangehörigen Kommunen Meitingen und Pullach. In den kommenden Monaten sollen nun alle Kommunen im Freistaat mit einbezogen werden.

    Wer will, darf weiter aufs Amt gehen

    Auf Nachfrage versicherte das Digitalministerium in München, dass die herkömmlichen Wege in den Verwaltungen erhalten bleiben, sodass auch Menschen ohne Internetzugang die genannten fünf Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen können. Dies gilt vor allem für die ältere Generation als wichtig. Wobei inzwischen auch gilt: Die Mehrheit der Seniorinnen und Senioren in Deutschland ist online.

    Laut einer Studie im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom nutzen inzwischen rund drei Viertel (74 Prozent) der Deutschen ab 65 Jahren das Internet. Sie sind überwiegend aufgeschlossen gegenüber neuen digitalen Technologien und fordern sogar mehr Tempo bei der Digitalisierung. Gleichzeitig schätzen sie die eigene Digitalkompetenz nur als mittelmäßig ein und wünschen sich mehr Unterstützungsangebote in diesem Bereich.

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