Immer wieder kommt es derzeit zu schweren Unfällen in den Bergen. An Neujahr etwa ist ein Mann bei Oberstdorf gestorben, weil er auf einem vereisten Weg ausgerutscht und dann abgestützt ist. Sie sind bei der Bergwacht und müssen häufig ausrücken. Wo sehen Sie derzeit die größten Probleme?
BERND ZEHETLEITNER: Es ist leider so, wie es jeden Winter ist. Wenn es gibt, haben wir mehr Skitourenunfälle. Wenn die Schneebedingungen eher bescheiden sind, gehen die Leute wandern, viele meinen, das geht wie im Sommer. Aber eine Bergtour im Winter ist etwas vollkommen anderes, auch mit wenig oder keinem Schnee. Da gibt es riesengroße Unterschiede.
Welche denn?
ZEHETLEITNER: Durch die Kälte der letzten Wochen sind viele Gebirgswege sehr vereist. Wenn die Leute da mit unzureichender Ausrüstung unterwegs sind, dann wird es problematisch. Also etwa, wenn die Menschen nur Turnschuhe tragen. Bei einer zwei Zentimeter dicken Eisschicht bräuchte man theoretisch Leichtsteigeisen oder Grödel, um sicher zu laufen. Das wäre optimal, aber gute Bergschuhe wären schon mal ein Anfang.
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