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Kommentar: Bayern muss bei der Bädersanierung endlich liefern

Kommentar

Bayern muss bei der Bädersanierung endlich liefern

Dominik Durner
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    Die bayerischen Schwimmbadprogramme sollen ausgeweitet werden.
    Die bayerischen Schwimmbadprogramme sollen ausgeweitet werden. Foto: Kathrin Königl (Symbolbild)

    Bayern will endlich die Sanierung der unzähligen maroden Schwimmbäder anpacken, das war zumindest das vage Versprechen von Ministerpräsident Markus Söder am CSU-Parteitag. Dieser Schritt kommt eigentlich zu spät, ist der Freistaat doch trauriger Spitzenreiter bei der Zahl der Badetoten in Deutschland. Erst am Wochenende starb ein Fünfjähriger in Unterfranken, nachdem er während eines Schwimmkurses mit dem Kopf unter Wasser geraten war.

    Zustand der Schwimmbäder war bislang Thema der politischen Konkurrenz

    Groß abgestimmt scheint Söders Ankündigung, die Kommunen beim Erhalt und der Sanierung von Schwimmbädern zu unterstützen, jedenfalls nicht gewesen zu sein: Zwar sagte Söder, er habe die Ausweitung der Förderprogramme bereits mit Finanzminister Albert Füracker abgesprochen. Aber schon Nachfragen im Finanzministerium verdeutlichen, dass von einem genauen Plan keine Rede sein kann. Es wirkt eher wie ein spontaner Versuch des Ministerpräsidenten, ein Kernthema der politischen Konkurrenz zu kapern.

    Nichtsdestotrotz, mit Blick auf die Umfragewerte wird die CSU wohl auch die kommende Landesregierung stellen. Die CSU muss jetzt also liefern und schnell ein wasserdichtes Konzept auf den Weg bringen, welches den Kommunen endlich ermöglicht, ihre Bäder umfänglich zu sanieren. Denn es ist ein Armutszeugnis für den Freistaat, dass trotz jahrelanger Versprechen immer weniger Kinder vernünftig schwimmen lernen können – und jedes Jahr Menschen beim Baden sterben. 

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