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Kommentar: Die CSU-Idee vom „Bayernjahr“ klingt vielversprechend

Kommentar

Das Bayernjahr klingt vielversprechend, funktioniert aber nur unter einer Bedingung

Michael Pohl
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    CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek wandelt mit seinem „Bayernjahr“-Vorstoß auf den Spuren seines legendären Vorgängers Alois Glück.
    CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek wandelt mit seinem „Bayernjahr“-Vorstoß auf den Spuren seines legendären Vorgängers Alois Glück. Foto: Pia Bayer, dpa

    Man sollte CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek einen langen Atem bei seinem „Bayernjahr“-Projekt wünschen, mit dem der ehemalige Gesundheitsminister das freiwillige Engagement auch in modernen Zeiten fördern will.

    Es lohnt sich für den Staat mehrfach, in Engagement zu investieren

    Holetschek wandelt auf den Spuren eines großen Vorgängers in seinem Amt: Alois Glück war nicht nur für seine Partei ein Vordenker, er pries und förderte im Freistaat zu Lebzeiten stets als wohl wichtigsten Grundpfeiler für Bayerns Erfolg die „Zivilgesellschaft“, wie man das bürgerschaftliche Engagement in Vereinen, Kirche, Initiativen und Verbänden nennt.

    Heute hat es das Engagement nicht leichter als früher: Soziale Netzwerke fördern oft mehr die Vereinzelung im falschen Gewand individueller Selbstoptimierung, die Freizeitindustrie kämpft mit ausgefeiltem Marketing um die Zeit ihrer Kundschaft, und der Bevölkerungswandel macht auch den Vereinen schwer zu schaffen.

    Pläne für Bayernjahr klingen vielversprechend – klappt aber nur mit ausreichend Geld

    Es lohnt sich aber, wenn Staat und Kommunen kräftig in mehr Engagement investieren, denn bei kluger Politik zahlt sich dabei jeder Euro mehrfach als gesellschaftliche Leistung zurück.

    Im Ansatz klingt das „Bayernjahr“ vielversprechend. Doch es braucht auch Mittel dafür, sonst wird es wie der „Bundesfreiwilligendienst“ nur ein Nischendasein fristen.

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