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Kommentar: Die Zustimmungslösung ist eine Entscheidung gegen das Leben

Kommentar

Die Zustimmungslösung ist eine Entscheidung gegen das Leben

Markus Bär
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    Eine Nierentransplantation in der Uniklinik Jena.
    Eine Nierentransplantation in der Uniklinik Jena. Foto: Jan-Peter Kasper, dpa (Symbolbild)

    Weniger Menschen warten derzeit in Bayern auf eine Organtransplantation. Grob gerechnet ein Fünftel weniger als vor einem Jahr. Was zunächst nach einer guten Nachricht klingt, ist natürlich keine: Wegen Corona sind einfach viele Bedürftige inzwischen gestorben.

    Andere wiederum sind verunsichert und meiden Arztpraxen und Kliniken, aus Furcht, sich dort zu infizieren. Denn wer auf ein Organ wartet, ist in der Regel weniger widerstandsfähig als ein Gesunder – und scheut eine Covid-Infektion mit Recht mehr als vielleicht andere das tun.

    Zustimmungslösung: Eine katastrophale Entscheidung

    Die Nachricht als solche ist also nicht gut für die Menschen im Freistaat und erinnert einmal mehr an die katastrophale Entscheidung, die der deutsche Bundestag am 16. Januar 2020 getroffen hatte. In dem er die diskutierte Widerspruchsregelung, die in vielen europäischen Ländern gilt, vom Tisch wischte und die sogenannte erweiterte Zustimmungslösung beschloss.

    Mit dem Ergebnis, dass man sich ausdrücklich für eine Organspende aussprechen muss, wenn man das denn tun will. In anderen Ländern setzt der Gesetzgeber eine grundsätzliche Zustimmung zur Organspende voraus. Wer das nicht will, muss eben explizit widersprechen.

    Weiterhin müssen tausende Menschen sterben

    Diese Entscheidung zur Zustimmungslösung führt dazu, dass weiterhin tausende von Menschen sterben müssen, jahrelang an der künstlichen Niere hängen, weil es durch diese politische Fehlentscheidung – die sich gegen das Leben richtet – zu wenig Spenderorgane gibt.

    Und wer nun tatsächlich Angst hat, als Organbank ausgenutzt zu werden, hätte sich bei einer Widerspruchslösung dem ja schriftlich entziehen können.

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