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Kommentar: Fluch und Segen der "Lach und Schieß"

Kommentar

Fluch und Segen der "Lach und Schieß"

Josef Karg
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    Die Lach- und Schießgesellschaft in München ist insolvent.
    Die Lach- und Schießgesellschaft in München ist insolvent. Foto: Axel Heimken, dpa

    Die Münchner Lach- und Schießgesellschaft ist eine traditionsreiche Kabarettinstitution, deren gute Tage leider schon einige Jahre zurückliegen. Mit Dieter Hildebrandts Tod verlor die Bühne ihren Star und kam im Laufe der Jahre inhaltlich wie finanziell ins Schlingern. Und das, obwohl durchaus kompetente und auch an anderen Orten erfolgreiche Veranstalter wie Till Hofmann versuchten, sie wieder flottzumachen. 

    Irgendwie ist es ein bisschen wie im Fußballsport, wo die Traditionsvereine auch durch unglückliches Management die Zeichen der Zeit verpasst haben und den Anschluss an die aufstrebenden Klubs verlieren. Auch die "Lach und Schieß" läuft den heute erfolgreichen Bühnen gewissermaßen hinterher. Der Zuschauerraum ist zu klein und Versuche von Hofmanns Nachfolger Stephan Hanitzsch, das Programm auch digital zu vermarkten, erwiesen sich auch als Sackgasse. 

    Ein eigenes Ensemble – Nachteil oder nicht?

    Insofern kann man den beiden neuen Geschäftsführern und Christian Ude nur Glück wünschen. Die Idee, mit einem Tagescafé zur finanziellen Deckung des Betriebs beizutragen, ist sicherlich hilfreich. Aber schon an der Frage, ob ein festes Ensemble mit Talenten die richtige Lösung für eine glorreiche Zukunft ist, müsste man noch einmal diskutieren. Denn es sind halt doch oft die bekannten Namen, die das Publikum anziehen. 

    Am Ende wäre es natürlich ein Gewinn für München, wenn die Pläne zur Sanierung der Lach- und Schießgesellschaft aufgehen würden. Aber alle Zweifel sind nicht ausgeräumt. Doch wie sagt man so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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