Alle 2,1 Minuten rückt in Bayern die Feuerwehr aus. Dabei handelt es sich häufig um Einsätze von Ehrenamtlichen. Dafür müssen wir alle ihnen immer wieder dankbar sein. Doch oftmals sind es keine Notfälle, wenn die 112 gewählt wird. Um die Einsatzkräfte zu entlasten, müssen die Menschen besser abwiegen, wann die Feuerwehr angerufen werden soll.
Fehlalarm dritthäufigster Grund für Feuerwehreinsätze in Bayern
Dass unnötige Feuerwehreinsätze keine Randerscheinung sind, belegen die Zahlen. Der dritthäufigste Grund für Einsätze sind Fehlalarme. Doch auch, wenn es sich um einen regulären Rettungseinsatz handelt, ist nicht immer die 112 der richtige Ansprechpartner. Denn oft genug wird der Notruf auch bei Unfällen gerufen, bei denen Arzt oder Bereitschaftsdienst die bessere Anlaufstelle ist. "112 nur bei Lebensgefahr": Daran appelliert derzeit etwa die Berliner Feuerwehr. Sie hat in diesem Jahr eine Kampagne gestartet, um "die richtige Nummer im richtigen Moment" zu wählen.
Das ist natürlich leicht gesagt. In akuten Notsituationen ist es sicherlich besser, gleich die Feuerwehr zu alarmieren, als erst lange zu grübeln, wer denn nun der beste Ansprechpartner ist. Deshalb muss vorher bereits Klarheit herrschen. Wer sich schon jetzt informiert, in welcher Situation welche Nummer die richtige ist, tut sich selbst und den Rettungskräften einen großen Gefallen. Frei nach dem Motto der Berliner Feuerwehr: "Es gibt viele Notfälle im Leben. Nicht jeder ist ein Fall für den Notruf."