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Kommentar: Wir brauchen strengere Regeln gegen den Flächenverbrauch

Kommentar

Wir brauchen strengere Regeln gegen den Flächenverbrauch

Sonja Dürr
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    Gemeinden buhlen mit riesigen Gewerbegebieten um Firmen.
    Gemeinden buhlen mit riesigen Gewerbegebieten um Firmen. Foto: Jens Wolf, dpa (Symbolbild)

    14 Fußballfelder, die jeden Tag verschwinden! Kostbarer Boden, der unwiederbringlich verloren ist – als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als wertvoller Ackerboden, auf dem Nahrungsmittel angebaut werden könnten. Denn jeder Hektar, der für Wohnsiedlungen und Gewerbe verbraucht wird, der mit Beton und Asphalt versiegelt ist, kommt nicht mehr zurück.

    Der übermäßige Flächenverbrauch ist eines der drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit. Doch nach wie vor fehlt ein Problembewusstsein dafür. Das zeigt schon allein das Beispiel Wohnungsbau. Die meiste Fläche wird ausgerechnet dort verbraucht, wo die Bevölkerung kaum wächst – auf dem Land.

    Der Wunsch nach mehr Platz ist nicht zukunftsgerichtet

    Effektiv reduzieren lässt sich der Flächenverbrauch nur durch strengere Vorgaben. Solange es für Kommunen lukrativer ist, neue Baugebiete zu erschließen und Bauplätze zu verkaufen, als den Ortskern zu beleben, wird sich wenig ändern. Auch nicht, solange Kommunen mit immer großzügigeren Gewerbegebieten auf der grünen Wiese um Firmen und Discounter und vor allem gegeneinander konkurrieren. Nötig sind stattdessen einheitliche Vorgaben, um den Flächenfraß zu minimieren – bei Gewerbegebieten etwa Parkdecks oder Parkplätze, die mit Solaranlagen überbaut sind. 

    Letztlich aber wird es auch nicht ohne das Umdenken des Einzelnen gehen. Dass die Menschen immer mehr Wohnraum für sich beanspruchen, ist ebenso wenig nachhaltig wie das Einfamilienhaus in der Neubausiedlung, während der Ortskern verödet. Der Wunsch nach immer noch mehr Platz mag verständlich sein, zukunftsgerichtet ist er nicht.

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