Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Mann vergisst Frau an Raststätte: Kurioser Fall auf der A8 in Bayern

Autobahn A8

Und noch ein Fall Stächele: Mann vergisst Ehefrau an der Autobahn-Raststätte

  • |
  • |
  • |
  • |
    Der frühere Staatsminister Willi Stächele, hier allein auf einer Dienstfahrt.
    Der frühere Staatsminister Willi Stächele, hier allein auf einer Dienstfahrt. Foto: Marijan Murat, dpa (Archivbild)

    Die Geschichte geht so – und jetzt nicht lachen, weil: Dies ist nicht lustig, wenngleich wahr. Willi Stächele war einst Staatsminister in Baden-Württemberg. Also viel unterwegs, eines Tages im Jahr 2006 samt Dienstwagen und Fahrer von Brüssel in Richtung Heimat. Er saß hinten rechts, seine Ehefrau hinten links. Nach Verrichtung eines Bedürfnisses an einer Rastanlage in Luxemburg ging es weiter.

    Irgendwann – der Minister sprach von fünf Kilometern Entfernung, Medien schrieben von Mannheim, also gut 200 Kilometern – stellte Stächele, nun ja, eine gewisse Unterbesetzung des Fahrzeugs fest. Auf gut Deutsch: Seine Frau fehlte. Die stand noch immer am Rastplatz. Stächele hatte sie vergessen. Und Deutschland tagelang ein Gesprächsthema. Zumal der CDU-Politiker später gestand: „Sie hat nicht mit mir geschimpft, aber kräftig die Augen verdreht.“

    Der jüngste Fall einer vergessenen Ehefrau trug sich nun auf der A8 in Oberbayern zu

    Warum wir diese Geschichte nach 20 Jahren aufwärmen? Weil seitdem gefühlt kein Monat vergeht, in dem an Deutschlands Rastplätzen nicht irgendwer vergessen wird. Noch vergleichsweise harmlos: der Plüschelefant. Ab und an, schon das unglaublich: der Hund, die Oma, der Kumpel. Aber immer und immer wieder: die Ehefrau. Der jüngste Fall trug sich nun auf der A8 in Oberbayern zu. Ein 47-Jähriger machte Pause an einer Tankstelle am Samerberg, stieg wieder ein, brauste davon, wer fehlte? Genau!

    Als der Groschen fiel, hieß die nächste Abfahrt Raststätte Holzkirchen. Der Mann war inzwischen so aufgelöst, dass er einen Mitarbeiter um Hilfe bat. Selbst zu seiner Frau zurückzufahren, war ein Ding der Unmöglichkeit. Das übernahm dann die Polizei. Die Sache, so viel noch, nahm ein gutes Ende.

    Wobei die Frage nach der Wiedergutmachung offen bleibt. Staatsminister Stächele („Ich hatte ganz schön Muffe“) hat damals seiner Frau ein goldenes Halskettchen gekauft.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren