Am Münchner Hauptbahnhof hat ein Mann die Notbremse eines ICE gezogen. Das führte nach Angaben der Bundespolizei zu einer längeren Sperrung der Gleise. Der Vorfall hatte Auswirkungen auf den Nah- und Fernverkehr.
In der Nacht auf Montag zog ein 56-Jähriger kurz vor der Einfahrt in den Münchner Hauptbahnhof die Notbremse des ICE 2845, der von Berlin nach München unterwegs war. Der Mann öffnete anschließend die Tür des Zuges und begab sich in den Gleisbereich.
Mann zieht Notbremse und irrt im Gleisbereich zwischen Hackerbrücke und Hauptbahnhof
Die Notfallleitstelle sperrte daraufhin sämtliche Gleise im Bereich zwischen dem Hauptbahnhof München und der Donnersbergerbrücke. Zudem mussten alle dort verkehrenden Züge sofort halten. Die Notfallleitstelle alarmierte die Bundespolizei.
Die Beamten stellten den psychisch auffälligen Mann wenig später in der Nähe des Stellwerks an der Hackerbrücke fest. Da zunächst unklar war, ob sich nicht noch weitere Menschen in den Gleisen aufhielten, wurde die Sperrung bis kurz vor 1 Uhr aufrechterhalten.
Zur weiteren Abklärung nahmen die Polizisten den 56-Jährigen mit zur Wache. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte der wohnsitzlose Mann wieder gehen.
Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Aufenthalts im Gleisbereich und der damit einhergehenden Betriebsstörung eingeleitet.
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