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München: Eisbachwelle erneut verschwunden – Stadt München entfernt illegale Rampe

München

Erneutes Ende der Eisbachwelle: Stadt entfernt illegal eingebaute Rampe

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    Die Feuerwehr setzte einen Kran ein, um die illegale Vorrichtung aus dem Eisbach zu heben.
    Die Feuerwehr setzte einen Kran ein, um die illegale Vorrichtung aus dem Eisbach zu heben. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Sie gilt als Markenzeichen der Münchner Sportszene, doch seit Oktober ist sie verschwunden: die Eisbachwelle im Englischen Garten in München. Unbekannte hatten eine Vorrichtung an die alte Stelle der Welle eingebaut. Doch das war illegal. Am Sonntag, 28. Dezember, wurde die Rampe wieder ausgebaut. Die Münchner Surfer zeigen sich enttäuscht von der Stadt.

    Nach illegalem Einbau: Feuerwehr entfernt Rampe aus Eisbach

    Zusammen mit der Polizei entfernte die Münchner Feuerwehr die provisorische Vorrichtung im Eisbach. Während das Surfen über die Weihnachtsfeiertage wegen der Rampe noch möglich war, herrscht jetzt wieder Ebbe im Englischen Garten. Die Vorrichtung war illegal eingebaut worden, einige Tage lang nutzten Münchner Surfer die neue alte Welle wieder wie gewohnt. Nach dem Ausbau äußerten sie ihren Unmut über die Entscheidung der Stadt und bezeichneten die Räumung der Rampe als „Kampfansage der Stadt an uns Surfer“.

    Der Frust der Surfergemeinde in München wächst. In einer Mitteilung des Vereins Surf Club München hieß es: „Die Verwaltung will das Surfen am Eisbach nicht regulieren, sondern verhindern.“ Der Verein kritisiert damit die Auflagen der Behörde in Bezug auf die Eisbachwelle. Die Surfer empfinden die Bedingungen der Behörden als unerfüllbar.

    Wegen Auflagen der Behörden: Surfer kritisieren Engagement der Stadt

    Eigenen Aussagen zufolge hätten unter anderem eine Haftung und alle Kosten im Zusammenhang mit der Welle von den Surfern übernommen werden müssen. Außerdem hätten sie in ständiger Rufbereitschaft sein müssen. Zudem sprechen die Surfer davon, dass die Stadt von ihnen „technische Nachweise auf dem Niveau von Brücken- oder Staubauwerkerrichtungen“ verlangt habe.

    Auch die Interessengemeinschaft Surfen München (IGSM) meldete sich zu Wort. Auf Instagram äußerten sie sich enttäuscht von der Stadt: „Nachdem wir Anfangs noch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung betont haben, hat sich das Blatt nun gewendet.“ Die Surfer werfen der Stadt München vor, im Fall der Eisbachwelle ihren politischen Willen durchzusetzen.

    Die Verwaltung entscheide nicht über ein konkretes Projekt, sondern über die Frage, wie viel Stadtleben noch gewollt sei, so die Surfer. „Formal wird eine Genehmigung nicht ausgeschlossen. Faktisch wird sie unmöglich gemacht“, heißt es in einer Mitteilung. Dieses Verhalten sei „politisch bequem, aber demokratisch problematisch.“ Dennoch geben sie ihre Forderungen nicht auf: „Die Debatte ist damit nicht beendet. Sie wird jetzt politisch.“

    München: Eisbachwelle im Oktober verschwunden

    Die Eisbachwelle galt jahrelang als beliebter Surfhotspot mitten in der bayerischen Landeshauptstadt und war auch ein Touristenmagnet. Doch im Oktober verschwand die Welle, nachdem aus dem Bachbett Unrat und Sediment entfernt worden waren.

    Woran genau es liegt, dass sich die Eisbachwelle nicht mehr aufbaut, ist bisher nicht vollständig geklärt. Seit Oktober gibt es Diskussionen darum, wie die Welle in den Englischen Garten zurückkehren kann. Auch Wissenschaftler beteiligten sich in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung an dem Projekt, doch die Kooperation wurde eingestellt.

    (Mit Informationen der dpa.)

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