Weil sich im Gleisbereich des Münchner Hauptbahnhof Personen aufhalten, die dort nicht sein sollten, hat die Bahn den Zugverkehr am Freitagmorgen, 6. Februar, gestoppt. So vermeldet es das Unternehmen auf seinem Portal, das Störungsmeldungen im Betrieb anzeigt. Demnach konnten Züge zwischen 6.30 und 7 Uhr nicht aus dem Bahnhof aus- oder in ihn einfahren.
Inzwischen ist auch bekannt, was genau mit den „unbefugten Personen im Gleisbereich“ gemeint war. Gegen 6.30 Uhr habe ein Lokführer eine obdachlose Person an den Schienen entdeckt. Daraufhin wurden die Gleise für den Fern- und Regionalverkehr komplett gesperrt, wie ein Sprecher der zuständigen Bundespolizei München sagte. Nur die S-Bahn sei weitergefahren. Kurze Zeit später habe man die Frau im Bereich der Donnersberger Brücke angetroffen und aus dem Gleisbereich gebracht.
Personen im Gleis legen Münchens Hauptbahnhof lahm
Die Bahn kündigte wegen der Probleme „erheblichen Beeinträchtigungen im gesamten Zugverkehr“ an. Auch im Anschluss könnten Probleme auftreten. Konkret heißt das: Es ist mit hohen Verspätungen zu rechnen, Züge müssen vorzeitig wenden und es kann zu kurzfristigen Zugausfällen kommen, teilte die Bahn über ihr Störungsmeldungsportal mit.
An die Fahrgäste erging die Bitte, „deutlich mehr Reisezeit“ einzuplanen und sich bis einschließlich unmittelbar vor Fahrtantritt erneut über die Verbindung zu informieren. Der aktuelle Zwischenfall ist eine weitere Beeinträchtigung für Passagiere am Bahnhof, der aktuell großflächig umgebaut wird. Dazu entsteht auch in Interims-Bahnhofsgebäude. (mit dpa)
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