Drei Fahrsimulatoren, mehrere Unterrichtsräume und Arbeitsplätze für 37 Mitarbeitende beherbergt die neu eröffnete Ausbildungsakademie für Lokführer und Lokführerinnen der S-Bahn München auf dem Werksgelände in Steinhausen derzeit.
Wer hier ausgebildet wird
Rund 100 neue Auszubildende und Quereinsteiger sollen dort jährlich gemeinsam mit rund 800 bestehenden Lokführenden aus- beziehungsweise fortgebildet werden. Neue Mitarbeitende müssen eine ein- beziehungsweise dreijährige Ausbildung durchlaufen. Die Fortbildungen sind jährlich angesetzt. Nach Angaben der Deutschen Bahn haben sie dort nun mit mehr als 3000 Quadratmetern Gesamtfläche etwa doppelt so viel Platz wie bisher. Zuvor habe man aufgrund von Platzmangel zusätzliche Flächen anmieten und Container nutzen müssen, heißt es in einer Pressemitteilung der Bahn.
Vorbereitung auf XXL-Bahnen ab 2028
Die neue Ausbildungsstätte ist zugleich Voraussetzung für den Start der neuen XXL-S-Bahnen, die Ende 2028 in Betrieb gehen sollen, erklärt S-Bahn-Chef Matthias Glaub. Denn: In eineinhalb Jahren soll dort die Fortbildung aller Lokführenden für die neuen 200 Meter langen Fahrzeuge starten. Zwei Räume sind für die Fahrsimulation bestimmt.
Fahrsimulationen bereiten die Lokführenden auch auf unvorhergesehene Situationen wie Gegenstände auf dem Gleis vor. Das Führerpult des Hauptfahrzeugs der S-Bahn ist originalgetreu nachgebaut, berichtete die SZ. Auch eine Lehr-Modellbahnanlage, ein Virtual-Reality-Raum und ein Podcast-Studio, in dem die S-Bahn einen eigenen Ausbildungspodcast für angehende Lokführende produzieren will, finden sich im Gebäude.
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