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Neues Angebot: Hilfe per Telemedizin bei Notfällen während der Geburt

Neues Angebot

Hilfe per Telemedizin bei Notfällen während der Geburt

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    Vor allem bei Geburten in kleineren Kliniken auf dem Land soll der neue Notdienst helfen. (Symbolbild)
    Vor allem bei Geburten in kleineren Kliniken auf dem Land soll der neue Notdienst helfen. (Symbolbild) Foto: Stefan Puchner/dpa

    Mit einem telemedizinischen Notarztdienst sollen Experten in Bayern aus der Ferne schneller bei Geburten helfen. Der Tele-Neugeborenen-Notarztdienst (TeleNNAD) sei seit Anfang Juni im Einsatz, teilte die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) mit. „Jetzt können spezialisierte Intensivmediziner mit ihrem Team Geburtskliniken in kritischen Situationen rund um die Uhr unmittelbar unterstützen.“ Das sei „ein echter Fortschritt“.

    Helfen soll das vor allem bei Notfällen während Geburten in Kliniken auf dem Land - rund um die Uhr. 21 Krankenhäuser seien an dem Netzwerk beteiligt, weitere könnten bei Interesse eingebunden werden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

    Durch den Notdienst sollen die Ärztinnen und Ärzte vor Ort unverzüglich erfahrene Neonatologinnen und Neonatologen von neun hoch spezialisierten Einrichtungen mit Bild und Ton in den Kreißsaal zuschalten können. So sollen schwerwiegende Komplikationen, Todesfälle und bleibende Schäden bei Neugeborenen vermieden werden.

    „Entscheidend sind die ersten zehn Minuten“

    „Wenn Kinder während oder nach der Geburt unter Sauerstoffmangel leiden, müssen sie oft lebenslange Folgen tragen“, sagte der ärztliche Direktor der Kinderklinik Dritter Orden in Passau, Matthias Keller, beim Startschuss für das Projekt im Oktober. Das Krankenhaus ist für die Koordination des Notdienstes zuständig. „Diese Kinder sind oftmals von schweren körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen betroffen.“

    „Wir alle wissen, entscheidend sind die ersten zehn Minuten nach der Geburt – hier ist die richtige medizinische Versorgung überlebenswichtig“, sagte Keller. „Mit Hilfe moderner Telemedizin schaffen wir die Möglichkeit, die Teams vor Ort in diesen entscheidenden Momenten zu unterstützen – fachlich, technisch und menschlich.“

    Das Projekt sei in Deutschland einzigartig, sagte Gerlach. Der Freistaat fördere den Notdienst mit rund 658.000 Euro, fast 480.000 Euro kommen vom Verein „Sternstunden“. Der Verein hilft seit 33 Jahren kranken, behinderten und in Not geratenen Kindern in Bayern, Deutschland sowie weltweit. Durch die enge Verbindung mit dem Bayerischen Rundfunk ist die Benefizaktion im Freistaat weithin bekannt und wird von weiteren Institutionen unterstützt.

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