Nach dem mutmaßlichen Mord an einer 21-Jährigen nahe Schloss Neuschwanstein will die Staatsanwaltschaft zunächst keine weiteren Details zu den Ermittlungen mehr veröffentlichen. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kempten mit. Auch zum vorliegenden Obduktionsberichts des Opfers schweigen die Ermittler. Untersucht werde der Fall wohl noch wochenlang.
Der mutmaßliche Täter sitzt weiterhin in Untersuchungshaft – Anklage gegen ihn werde frühestens innerhalb der nächsten vier bis fünf Monate erhoben. Der 30-jährige US-Bürger steht in Verdacht, zwei Urlauberinnen nahe der Marienbrücke zu einem abgelegenen Aussichtspunkt gelockt zu haben. In der Folge kam es zum Streit, zunächst soll eine 22-Jährige von ihm den Abhang hinunter geworfen worden sein. Nachdem er die 21-Jährige offenbar sexuell attackierte, soll er auch sie in die Schlucht hinab gestoßen haben.
Bekannte des Neuschwanstein-Angreifers berichten von ihm
Derweil berichten US-Zeitungen von einer Bekannten des Verdächtigen. Sie hätten sich in einem Online-Computerspiel kennengelernt und fast täglich miteinander gechattet. Kurz vor der mutmaßlichen Tat habe der 30-Jährige die Frau kontaktiert und Nachrichten und Selfies vom Bereich um Neuschwanstein geschickt. Zudem soll er ihr von einem Traum erzählt haben, in dem er selbst seinen Körper von außen beobachtet habe.