Michael Jackson, Robbie Williams oder im vergangenen Jahr auch Billie Eilish: Diese Weltstars standen bereits im Münchner Olympiastadion auf der Bühne. Der Veranstaltungsort gehört zu den wichtigsten Anlaufstellen für Open-Air-Konzerte in Bayern. Doch die Anlage ist in die Jahre gekommen und muss dringend saniert werden. Ein Millionenprojekt, das wohl in den kommenden Jahren die Frage aufwirft: Wo treten Megastars nun in München auf?
Über 50 Jahre ist das Olympiastadion schon alt. Seit der Eröffnung zu den Olympischen Sommerspielen 1972 strömen regelmäßig Zehntausende Besucherinnen und Besucher zu Konzerten und Sportveranstaltungen in das Stadion. Schon seit September 2025 ist es geschlossen. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, sollten ursprünglich schon 2028 Events stattfinden. Nun ist aber wohl klar, dass Großveranstaltungen erst ab 2029 realistisch sind.
Olympiastadion bleibt bis 2029 für Großkonzerte geschlossen
Das Gebäude aus den 70ern ist asbestbelastet, auch Betriebstechnik und Brandschutz müssen auf den neuesten Stand gebracht werden. Damit alle Arbeiten denkmalgeschützt verrichtet werden können, kostet das Projekt rund 200 Millionen Euro. Für die Sanierung des Zeltdachs sind weitere 300 Millionen Euro eingeplant. Konzerte sind also in den kommenden Jahren dort nicht möglich. Schon das Superbloom Festival plant heuer anders: Statt an einem Wochenende sind die Veranstaltungen über die ganze Woche verteilt. Neben Bühnen im Olympiapark finden Konzerte auch an anderen Orten statt.
Weitere Konzerte können auf die Allianz Arena ausweichen – zumindest vorerst. Dafür kooperiert die Olympiapark GmbH mit der Fußballarena. Während der Fußballpause im Sommer treten etwa Linkin Park, Helene Fischer oder die K-Pop-Band BTS auf. Im Sommer 2028 kommt allerdings die nächste Hürde auf die Veranstalter zu: Die U-Bahnstrecke zum Stadion wird erneuert. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist dann kaum möglich und in der Folge keine Option für Großkonzerte.
Allianz Arena nimmt Mega-Konzerte während Fußballpause auf
Für Konzerte unter freiem Himmel gibt es allerdings noch den Königsplatz. Allein im August wird er dreimal bespielt – einmal von Star-Violinist David Garrett. Mit dem seit Jahren bewährten Oben Ohne Open Air ist der Platz ebenfalls gut erprobt. Eine weitere Alternative ist das Messegelände in Riem, berichtet der BR. Im Jahr 2024 spielte dort bereits Adele. Auf dem Messegelände finden derzeit aber ebenfalls Bauarbeiten statt. Die Modernisierung soll im Sommer 2028 abgeschlossen sein.
Doch wenn die Arbeiten am Olympiastadion 2029 fertig sind, droht den Betreibern, die auch für die Olympiahalle zuständig sind, schon die nächste Hürde. Am Münchner Flughafen entsteht derzeit die „Munich Arena“, die als Ort für Großkonzerte in direkter Konkurrenz steht und den Betreibern einige Stars streitig machen könnte. Der Konzertveranstalter Live Nation kündigte bereits im vergangenen Jahr an, eine „langfristige strategische Partnerschaft“ mit der Arena eingegangen zu sein. Die Konzerthalle auf dem Flughafengelände soll 2029 eröffnen und Platz für 20.000 Besucherinnen und Besucher bieten. Auch ein Hotel und ein Parkhaus sollen daneben gebaut werden. Die Olympiahalle ist mit einer Kapazität von 15.000 Menschen etwas kleiner. Vor dem Verkauf des Grundstücks versuchte die Stadt München, ein Veto einzulegen, wurde aber vom Freistaat Bayern überstimmt.
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