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Polizeibetrug in Odelzhausen: Frau übergibt 17.000 Euro nach Schockanruf

Odelzhausen

Falsche Polizeibeamte tricksen Frau aus: 17.000 Euro in Kochtopf übergeben

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    Falsche Polizeibeamte klauten einer Frau aus Odelzhausen eine hohe Geldsumme.
    Falsche Polizeibeamte klauten einer Frau aus Odelzhausen eine hohe Geldsumme. Foto: Bernd Weißbrod, dpa (Symbolbild)

    Telefonbetrüger haben am Donnerstagnachmittag einer Frau aus Odelzhausen 17.000 Euro gestohlen. Wie die Polizei mitteilt, gaben sich die bislang unbekannten Täter als Polizeibeamte aus.

    Telefonbetrüger stehlen 17.000 Euro in Odelzhausen

    Die 42-Jährige erhielt am Nachmittag einen Anruf einer Frau, die sie davon überzeugte, dass es in der Nachbarschaft zu Raubüberfällen gekommen sei und sie ihre Hilfe benötigten. Sie solle Geld, das sie zu Hause aufbewahre, in einen Kochtopf geben und diesen auf dem Parkplatz des Supermarktes in der Rudolf-Diesel-Straße 9 unter ihr Fahrzeug legen. Anschließend solle sie wieder nach Hause fahren.

    Dem Auftrag der vermeintlichen Polizeibeamten kam sie nach, packte den Kochtopf in eine Stofftasche und fuhr wie befohlen zu dem Parkplatz. Die Tasche ist laut Beschreibung der Polizei innen kariert und auf der Außenseite mit Bildern von VW-Bussen bedruckt. Als sie wieder zu Hause ankam, bekam sie eine Mitteilung, dass durch ihre Mithilfe zwei Täter gefasst werden konnten. Erst am Abend kamen ihr wohl Bedenken. Sie rief den Notruf der Polizei an, welcher sie über die Betrugsmasche informierte.

    Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise. Zeuginnen und Zeugen, die etwaige Beobachtungen zur Tat auf dem Supermarktparkplatz gemacht haben, können sich unter der Telefonnummer 08141 612-0 zu melden.

    Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck warnt vor Schockanrufen in Odelzhausen

    Vor dem Hintergrund der Tat warnt die Kriminalpolizei vor Schockanrufen und weiteren Betrugsmaschen. Um nicht auch Opfer eines Betrugs zu werden, rät die Kriminalpolizei:

    • Seien Sie grundsätzlich misstrauisch bei derartigen Anrufen
    • Gelegentlich wird auf Telefondisplays durch einen technischen Trick die Nummer 110 angezeigt. Beachten Sie hierzu, dass die Polizei Sie niemals unter der Notrufnummer 110 anruft
    • Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch schnellstmöglich, ohne persönliche Daten bzw. Informationen über vorhandene Wertgegenstände oder Bargeld preiszugeben
    • Gehen Sie nicht auf Forderungen zur Überweisung oder Übergabe von Geldbeträgen ein
    • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen
    • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen
    • Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei unter einer dem Telefonbuch entnommenen Telefonnummer an, in eiligen Fällen auch unter der Notrufnummer 110 – benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, sonst landen Sie möglicherweise wieder bei den Betrügern
    • Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit: Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel Polizisten, den Dienstausweis
    • Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter (AZ)
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