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Ranking der Höflichkeit: Bayern ist das dritthöflichste Bundesland

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Bayern ist das dritthöflichste Bundesland

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    Ein Taxifahrer öffnet in Berlin an einem Taxistand einem Fahrgast die Tür. Viele Deutsche sind der Meinung, dass der Umgang früher höflicher war.
    Ein Taxifahrer öffnet in Berlin an einem Taxistand einem Fahrgast die Tür. Viele Deutsche sind der Meinung, dass der Umgang früher höflicher war. Foto: picture alliance/dpa (Symbolbild)

    Bayern ist das dritthöflichste unter den deutschen Bundesländern. Das hat eine repräsentative Umfrage der Sprachlernplattform Babbel ergeben. Außerdem nehmen demnach viele Menschen den Umgangston als zunehmend rauer wahr, besonders an den politischen Rändern und in den Städten. Paradoxerweise halten sich die meisten Deutschen selbst für höflich.

    85 Prozent der Befragten schätzten sich selbst als höflich ein. Aber nur 42 Prozent nehmen ihr Umfeld als überwiegend höflich wahr, 15 Prozent erleben es sogar als klar unhöflich. 59 Prozent der Deutschen sehen den Umgangston heute als rauer als noch vor fünf Jahren – wobei es hier einen deutlichen Generationenunterschied gibt. Für 66 Prozent der Über-55-Jährigen hat sich der Umgangston verschlechtert, aber nur für 39 Prozent der sogenannten Gen Z, die Generation der zwischen 1995 und 2010 Geborenen.

    Unhöflichkeit nehmen in Deutschland besonders die politischen Ränder wahr

    Laut der Umfrage von YouGov im Auftrag von Babbel wächst gleichzeitig die Sorge, Höflichkeit könne insgesamt an Bedeutung verlieren. 62 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass respektvolle Umgangsformen heute als weniger wichtig wahrgenommen werden als früher. Besonders oft empfinden Menschen, die an den politischen Rändern stehen, den Umgang als unhöflich. Jeweils 19 Prozent der Anhänger von AfD und BSW empfinden ihren Alltag als unhöflich, bei Anhängern der Union sind es 16 Prozent, bei Anhängern von SPD und Grünen jeweils 15 Prozent und bei Anhängern der Linken zehn Prozent. Weiter heißt es in der Mitteilung von Babbel, dass Personen, die sich der AfD oder der Linken nahe fühlen, besonders häufig eine Verschlechterung des Umgangstons wahrnehmen, während die politische Mitte das vergleichsweise weniger tut.

    Deutsche Großstädte gelten als besonders unhöflich

    57 Prozent der Befragten halten Großstädte für unhöflicher als ländliche Regionen. Besonders die Hauptstadt Berlin gilt als unhöflich, hier beschreiben nur 39 Prozent den Alltag als höflich. Das höflichste Bundesland ist Hamburg. 61 Prozent der Menschen empfinden den Alltag hier als höflich. Auf Platz 2 liegt Niedersachsen mit 45 Prozent, auf Platz 3 Bayern und Thüringen mit jeweils 44 Prozent. Schlusslicht ist Bremen: Hier finden lediglich 36 Prozent den Umgang im Alltag höflich.

    In der Umfrage wurden auch die Situationen abgefragt, in denen die Menschen oft Unhöflichkeit erleben. 61 Prozent der Deutschen erleben demnach regelmäßig Unhöflichkeit im Straßenverkehr, 43 Prozent an geschäftigen Orten wie Bahnhöfen und 35 Prozent in der Gastronomie. Etwa 15 Prozent berichteten von Unhöflichkeit am Arbeitsplatz. Nur sechs Prozent der Befragten erlebt nach eigener Aussage täglich Unhöflichkeit, neun Prozent sind demnach nie damit konfrontiert.

    Die repräsentative Online-Umfrage wurde von 17. bis 19. März durchgeführt. 1012 Personen in Deutschland nahmen teil.

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