Trotz des Iran-Konflikts und der Verwerfungen an den Energiemärkten gehen die Lechwerke davon aus, den Strompreis in den kommenden Monaten für ihre Privatkunden stabil halten zu können.
LEW-Chef Gemmel verspricht stabile Strompreise für Bestandskunden
Für manche Kunden des größten bayerisch-schwäbischen Energieversorgers wird es sogar günstiger: „Viele Menschen fragen sich derzeit, welche Auswirkungen der Krieg im Nahen Osten auf ihre Energiekosten haben wird“, hat LEW-Chef Dietrich Gemmel beobachtet. „Gleichzeitig können wir als LEW eine klare Zusage geben: Wir planen, die Strompreise für unsere Bestandskundinnen und -kunden im weiteren Jahresverlauf stabil zu halten“, sagte er.
Einzelne Tarife werden sogar günstiger, die LEW informiere derzeit über geplante Preissenkungen für einzelne Stromprodukte zum Juli. „Bereits im März konnten wir die Preise bei zahlreichen weiteren LEW-Stromprodukten spürbar senken“, sagte Gemmel.
Die LEW hätten die benötigten Strommengen für die Kunden in diesem Jahr bereits gesichert. Zudem seien die Netzentgelte im Bereich der LEW Verteilnetz (LVN) zum Jahreswechsel gesunken. „Das bedeutet im Gebiet der LVN eine Entlastung bei den Stromkosten“, teilte das Unternehmen mit. Überraschungen könne es aber immer geben: „Nicht möglich ist eine seriöse Prognose, die kurzfristige, regulatorische Eingriffe mit möglichen Veränderungen des Endkundenpreises aufgrund der aktuellen geopolitischen Lage betreffen.“
LEW-Chef Gemmel: Senkung der Stromsteuer wäre wichtiger Schritt
Dietrich Gemmel spricht sich für eine weitere Entlastung bei den Stromkosten aus: „Die langfristige Lösung für mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten und damit mehr Versorgungssicherheit liegt in der Elektrifizierung von Mobilität und Heizen sowie bei den erneuerbaren Energien. Eine Senkung der Stromsteuer für alle wäre ein Schritt in die richtige Richtung, denn das würde die Elektrifizierung für eine bezahlbare Energiewende weiter ankurbeln. Wichtig ist, dass die Entlastung dauerhaft kommt und pragmatisch umgesetzt werden kann. Mehr Verlässlichkeit, mehr Autarkie und Bezahlbarkeit – darauf kommt es jetzt an.“
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