59.573 Menschen aus dem Ausland wurden 2025 zu deutschen Staatsbürgern ernannt, wie aktuelle Daten des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigen. Das sind so viele wie nie zuvor – und das nicht nur in Bayern. Im Rest Deutschlands zeigt sich ein ähnliches Bild: Zum ersten Mal seit Erstellung der Statistik vermeldet das Statistische Bundesamt mehr als 300.000 Einbürgerungen in einem Jahr, nämlich 332.500. Unionspolitiker forderten daher bereits strengere Regeln.
Die Mehrheit der neuen Staatsbürger kommt laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik aus der Türkei. Die Anzahl der Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit hingegen ging im vergangenen Jahr um 47 Prozent zurück. „Diese stellten in den Vorjahren, mit teils weitem Abstand, die größte Gruppe dar, wohingegen sie im aktuellen Berichtsjahr nur den zweiten Rang belegen“, teilt die Behörde mit.
Neue Zahlen zeigen: 2025 gab es in Bayern so viele Einbürgerungen wie noch nie
- Häufigste Herkunftsländer
- Türkei: 9342 Anträge, 6495 Einbürgerungen
- Bosnien und Herzegowina: 6671 Anträge, 4101 Einbürgerungen
- Syrien: 6391 Anträge, 4979 Einbürgerungen
- Kosovo: 5561 Anträge, 4231 Einbürgerungen
- Russland: 4700 Anträge, 4135 Einbürgerungen
- Antragsstellende Personen
- Frauen: 43.058, Männer 40.973
- Jünger als 18 Jahre: 16.519
- 18 bis 44 Jahre: 48.957
- 45 bis 60 Jahre: 14.901
- Älter als 60 Jahre: 3654
- Regionale Verteilung in Bayern
- Oberbayern: 37.035 Anträge, 24.175 Einbürgerungen
- Schwaben: 12.080 Anträge, 9480 Einbürgerungen
- Mittelfranken: 12.044 Anträge, 9778 Einbürgerungen
- Unterfranken: 6369 Anträge, 4643 Einbürgerungen
- Oberpfalz: 6079 Anträge, 6321 Einbürgerungen
- Niederbayern: 6005 Anträge, 5368 Einbürgerungen
- Oberfranken: 4421 Anträge, 4554 Einbürgerungen
Da die Anzahl von Personen mit Migrationsgeschichte in den Großstädten München, Augsburg und Nürnberg in Bayern besonders hoch ist, entfallen auf die Regierungsbezirke Oberbayern, Schwaben und Mittelfranken sowohl bei den Einbürgerungsanträgen als auch bei den Verfahrenserledigungen die meisten Fälle. In diesen Bereichen verzeichnen die anderen Regierungsbezirke jeweils weniger als zehn Prozent.
93 Prozent der Verfahren enden nach Erstentscheidung in Einbürgerung
84.029 Personen stellten 2025 einen Antrag auf Einbürgerung im Freistaat. In Bayern münden damit 93 Prozent der Verfahren nach Erstentscheidung in einer Einbürgerung. 2977 Fälle (circa fünf Prozent) wurden abgeschlossen, weil der Antrag zurückgezogen wurde. In 907 Fällen (ein Prozent) lehnten die Behörden den Einbürgerungsantrag ab und bei 876 Verfahren (ein Prozent) wurde eine sonstige Erledigung registriert. Das ist beispielsweise bei einem Umzug ins Ausland oder dem Tod der antragstellenden Person der Fall.
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