Der Anbieter für Motorradzubehör Polo Motorrad ist insolvent. Zuerst berichtete das Branchenmagazin Motorrad über den Fall. Demnach habe das Unternehmen mit Sitz in Jüchen in Nordrhein-Westfalen am 18. November beim Amtsgericht in Mönchengladbach ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt. In Schwaben gibt es drei Filialen von Polo Motorrad.
Insolvenzverfahren von Polo Motorrad: So geht es für die Beschäftigten weiter
Ziel von Polo Motorrad ist es, das Unternehmen unter dem Insolvenzrechtsschutz weiterzuführen und eine Sanierung zu erreichen. Damit könnte Polo Motorrad weiterhin bestehen bleiben und die Insolvenz überwunden werden. Während des vorläufigen Verfahrens, so Polo, laufe der Geschäftsbetrieb in den Filialen in Deutschland regulär weiter.
In ganz Deutschland sind rund 700 Mitarbeitende bei Polo Motorrad beschäftigt. Sie wurden von dem Unternehmen bereits über die Insolvenz informiert. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden seien über das Insolvenzgeld gesichert – allerdings nur bis einschließlich Januar 2026. In Schwaben gibt es aktuell drei Filialen des Motorradzubehöranbieters. Diese befinden sich in Augsburg-Lechhausen, Neu-Ulm und Kempten.
Neben Deutschland hat Polo Motorrad auch Filialen in Österreich und der Schweiz. Wie Motorrad berichtete, seien diese Polo-Gesellschaften nicht Teil des Verfahrens und sind davon deshalb auch nicht betroffen.
Polo Motorrad: Deutlich weniger Nachfrage nach Produkten
Wie das Unternehmen mitteilte, habe die aktuell angespannte gesamtwirtschaftliche Lage zu der Insolvenz geführt. In der gesamten Branche würde zurückhaltend gekauft. Das habe die Liquidität des Unternehmens unter Druck gesetzt, heißt es bei Motorrad. Das Insolvenzverfahren soll nun dabei helfen, Polo Motorrad langfristig von Schulden zu befreien und unabhängiger zu werden.
Ein Team aus Rechtsanwälten sowie die Geschäftsführung von Polo Motorrad wollen nun ein Zukunftskonzept entwickeln, das langfristig Erfolg hat. Nach Einschätzung der Anwälte sei das Eigenverwaltungsverfahren dazu geeignet, die strukturierte Sanierung mit Gläubigern möglich zu machen. So sollen Arbeitsplätze gesichert und das Vertrauen von Kunden sowie Geschäftspartnern geschützt werden, heißt es in Motorrad.
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