Insgesamt rund 40 Staats- und Regierungschefs, dutzende Sicherheitsexpertinnen und Militärs, dazu tausende Demonstrantinnen und Demonstranten und viele Journalisten: Die jährliche Münchner Sicherheitskonferenz bringt viele Menschen und Prominenz auf wenig Raum zusammen. Die Auswirkungen dieses Events, das heuer vom 13. bis 15. Februar stattfindet, spüren Münchnerinnen und Münchner vor allem, wenn sie in der Innenstadt unterwegs sind – ganz gleich, ob zu Fuß, auf dem Rad, mit dem ÖPNV oder im Auto. Die meisten Behinderungen treten rund um den Veranstaltungsort im Hotel Bayerischer Hof auf. Ein Überblick.
Das ist die Sperrzone der Siko 2026
Besonders betroffen ist der abgesperrte Sicherheitsbereich rund um die Konferenz, der in der Grafik unten eingezeichnet ist. Nur berechtigte Personen werden in diesen Raum vorgelassen. Das hat Auswirkungen auf den Autoverkehr, aber auch auf die Fahrpläne von Bussen und der Straßenbahn. Außerdem hat die Polizei Halteverbotszonen eingerichtet. Diese sollten schon ab Donnerstag, 12. Februar, entsprechend der Anordnung freigeräumt werden.
Weil einige Bereiche, die innerhalb der Sicherheitszone liegen, von Bewohnerinnen und Bewohnern betreten werden dürfen und auch Kunden geöffneter Geschäfte Zugang zu Teilen der Sicherheitszone haben, führt die Polizei dort Taschen- und Personenkontrollen durch. Betroffene Personen sollten ihren Ausweis mit sich führen, um sich ausweisen zu können.
Diese Auswirkungen hat die Münchner Sicherheitskonferenz auf den ÖPNV
- Tram 19 und N19: Diese Linien werden zwischen Freitagmorgen und Sonntagnachmittag umgeleitet. Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitgeteilt hat, verkehren sie zwischen Hauptbahnhof Süd und Maxmonument statt durch den Sicherheitsbereich über Sendlinger Tor und Isartor. Dementsprechend entfallen die Stationen Hauptbahnhof (Bahnhofplatz), Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Nationaltheater und Kammerspiele. Am Stachus halten die Straßenbahnen an den Haltepunkten 1 (Richtung Pasing Bf.) und 2 (Richtung Berg am Laim Bf. / St.-Veit-Straße)
- Tram 21: Auch die 21er Tram wird um den Sicherheitsbereich geleitet. Zwischen Hauptbahnhof Nord und Max-Weber-Platz verkehrt sie über den Stachus, und die Stationen Sendlinger Tor, Isartor und Am Gasteig. Die Haltestellen Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Nationaltheater, Kammerspiele, Maxmonument und Maximilianeum (Bayerischer Landtag) entfallen demnach. Wichtig sind auch hier die Haltepunkte am Stachus: Haltepunkt 1 (Richtung Westfriedhof) und Haltepunkt 2 (Richtung Ostbahnhof - St.-Veit-Straße).
- Busse: Bei den betroffenen Linien, entfallen die Fahrten innerhalb des Sicherheitsbereichs zwischen Freitag, 13. Februar, ca. 4 Uhr und Sonntag, 15. Februar, ca. 16:30 Uhr. Laut MVG, betrifft das den Streckenabschnitt Maxmonument – Marienplatz (Theatinerstraße) – Karlsplatz (Stachus). Es gibt auch keine Ersatzhaltestellen sowie Ersatzverkehr. Stattdessen wird empfohlen, auf die S-Bahn-Stammstrecke oder die U-Bahn-Linien U4 und U5 auszuweichen.
Diese Auswirkungen hat die Münchner Sicherheitskonferenz für Autofahrer
- Halteverbotszonen: In den betroffenen Straßen des Sicherheitsbereichs sind während der Konferenz keine geparkten Autos erlaubt. Die Münchner Polizei hat angekündigt, die entsprechenden Halteverbotszonen ab Donnerstag zu räumen. Teilweise gelten die Halteverbote bereits, sie dauern in jedem Fall bis zum Sonntag an. Betroffen sind ganz oder in Teilen der Salvatorplatz, die Prannerstraße, der Promenadeplatz, die Kardinal-Faulhaber-Straße, die Parcellistraße, der Maximiliansplatz, die Max-Joseph-Straße, die Ottostraße sowie die Arnulfstraße.
- Straßensperrungen: In jedem Fall betroffen sind davon die Straßen oder Straßenteile, die innerhalb des Sicherheitsbereichs liegen, also die Kardinal-Faulhaber-Straße, Prannerstraße, Salvatorstraße, sowie die Parcellistraße, Karmeliterstraße, und Hartmannstraße. Außerdem der Promenadeplatz und die Maffeistraße. Mit Verweis auf die Polizei berichten Münchner Medien zudem, dass es nicht nur in der Innenstadt zu Sperrungen kommen kann, sondern kurzzeitig insbesondere auf dem Weg zum Flughafen, was die Autobahnen A9 und A92 betreffen.
- Staus: In jedem Fall empfiehlt es sich, den genannten Bereich großräumig zu umfahren und Ausflüge mit dem Auto zu vermeiden, da der Ausweichverkehr für Beeinträchtigungen in und um München sorgen kann.
Flugverbotszone rund um die Sicherheitskonferenz 2026
Übrigens hat die Sicherheitskonferenz nicht nur Auswirkungen auf den Verkehr am Boden, sondern auch in der Luft: Wie die Polizei mitgeteilt hat, ist eine Flugverbotszone mit einem Radius von 5,5 Kilometern rund um das Sendlinger Tor eingerichtet. Diese gilt von Donnerstag, dem 12. Februar, ab 7 Uhr bis zum Sonntag, dem 15. Februar, um 19 Uhr. Nahezu über der halben Stadt gilt demnach die Zone. Wer darin mit einem Flugobjekt fliege, etwa mit einer Drohne, begehe eine Straftat und werde angezeigt, kündigte Münchens Polizeivizepräsident Christian Huber an, der auch für den Einsatz während der Sicherheitskonferenz verantwortlich ist.
Insgesamt werden rund 5000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz sein, wie Huber am Mittwoch auf einer Pressekonferenz erklärte. Dabei werden die Münchner Beamten von Kräften aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus einzelnen Nachbarländern, unter anderem aus Tschechien, unterstützt. Aufgrund der weltpolitischen Lage liege eine „erhöhte, abstrakte Gefährdungslage vor“, wie der Polizeivizepräsident erklärt – es gebe aber keine Ansatzpunkte für eine konkrete Gefährdung.
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