Mit den angekündigten Einschnitten bei Teilzeit und Stellen macht sich Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beim öffentlichen Dienst sicher nicht beliebt. Richtig und notwendig sind die Maßnahmen trotzdem.
Personalkosten laufen in Bayern aus dem Ruder
Denn die Kosten für Beamte und Angestellte beim Freistaat sind längst aus dem Ruder gelaufen: 2018 gab Bayern rund 22,6 Milliarden Euro für sein Personal aus. In diesem Jahr werden es mehr als 31 Milliarden Euro sein. Die Zahl der staatlichen Stellen stieg seit 2018 um gut zehn Prozent. Von hundert Euro staatlichen Ausgaben fließen deshalb über 40 Euro an das eigene Personal.
Angesichts knapper Kassen auch in Bayern kann diese Entwicklung in der Tat so nicht weitergehen. Die angekündigten Einschnitte mögen einzelne Betroffene als schmerzlich empfinden. Festzuhalten bleibt jedoch: Bis 2040 sollen weniger als drei Prozent der staatlichen Stellen wegfallen. Entlassen wird niemand. Vor allem an den Schulen soll es weiter zusätzliche Stellen geben.
Einschränkung der Teilzeit schafft nötige finanzielle Spielräume
Für Teilzeit gibt es ohne Zweifel auch im öffentlichen Dienst viele gute Gründe. Trotzdem ist es auch hier richtig, die bislang recht großzügigen Möglichkeiten für Beamte enger zu fassen. Für die meisten Betroffenen dürften diese Beschränkungen erträglich sein. Der Freistaat Bayern verschafft sich damit jedoch notwendige finanzielle Spielräume.
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