Startseite
Icon Pfeil nach unten
Bayern
Icon Pfeil nach unten

Solidarität mit Collien Fernandes: 6000 Menschen bei Demo in München gegen sexualisierte Online-Gewalt

Demonstration

Solidarität mit Collien Fernandes: Tausende demonstrieren in München gegen sexualisierte Gewalt

  • |
  • |
  • |
  • |
    Zu der Demonstration hat unter anderem die Grüne Jugend aufgerufen.
    Zu der Demonstration hat unter anderem die Grüne Jugend aufgerufen. Foto: Felix Hörhager,dpa

    Nach Demonstrationen in mehreren Städten haben nun auch tausende Menschen in München gegen sexualisierte Online-Gewalt demonstriert. Nach Angaben der Veranstalter nahmen rund 6.000 Menschen an der Kundgebung auf dem Königsplatz teil, zu der unter anderem die Grüne Jugend München und die Initiative „Feminists United“ aufgerufen hatten.

    Bei einer Demonstration in Berlin nahmen laut Polizei 6700 Menschen teil, die Veranstalter sprachen von der doppelten Teilnehmerzahl. Auch in anderen Städten gingen Menschen für die Opfer von sexualisierter Gewalt auf die Straße, unter anderem in Hannover, Hamburg und Nürnberg.

    Im Mittelpunkt stand Solidarität mit der Moderatorin Collien Fernandes sowie ein Protest gegen digitale Gewalt gegen Frauen. Bei einem Demo-Auftritt in Hamburg hatte die Moderatorin Personenschutz und trug eine schusssichere Weste.

    In München sind Tausende für Solidarität mit Betroffenen von digitaler, sexueller Gewalt auf die Straße gegangen.
    In München sind Tausende für Solidarität mit Betroffenen von digitaler, sexueller Gewalt auf die Straße gegangen. Foto: Felix Hörhager, dpa

    Grünen-Fraktionschefin Schulze über Deepfakes: „Muss in Zukunft strafbar sein“

    Auf der Kundgebung in München sprach unter anderem die Fraktionschefin der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze. Auch der designierte Münchner Oberbürgermeister Dominik Krause, ebenfalls von den Grünen, beteiligte sich an dem Protest.

    Auch Münchens designierter Oberbürgermeister beteiligte sich an dem Protest.
    Auch Münchens designierter Oberbürgermeister beteiligte sich an dem Protest. Foto: Felix Hörhager, dpa

    Forderung: Strengere Gesetze gegen Deepfakes

    Schulze forderte strengere Gesetze gegen manipulierte pornografische Inhalte im Internet. „Wenn man pornografische Deepfakes herstellt oder weiterleitet, muss das in Zukunft strafbar sein“, sagte sie. Außerdem müssten Technologieunternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden und ihre Algorithmen offenlegen. Zudem sprach sich Schulze für mehr Geld für Beratungsangebote, Frauenhäuser und Präventionsarbeit aus.

    Schwere Vorwürfe gegen Schauspieler Ulmen

    Hintergrund der aktuellen Debatte über digitale Gewalt sind schwere Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Fernandes gegen ihren Ex-Partner, den Schauspieler Christian Ulmen, über die zuerst der Spiegel berichtet hatte. 

    Sie wirft ihm vor, Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet zu haben. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt Christian Schertz kündigte an, gegen die „initiale Berichterstattung“ des Spiegels gerichtliche Schritte einzuleiten. (mit dpa)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren