Traditionell ist die Zeit um Pfingsten besonders staureich – auch in Bayern. Denn viele Familien nutzen die Ferien für eine kleine Auszeit am Meer oder in den Bergen. In Bayern fällt der Start der Pfingstferien heuer auf den 26. Mai. Bis zum 5. Juni haben Schulkinder im Freistaat frei. Die Schule beginnt dann wieder am Montag, 8. Juni.
Zeitgleich mit Bayern starten aber auch Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg in die schulfreie Zeit. Das bedeutet: Die Straßen werden dreifach belastet sein. Das erwartet zumindest der ADAC, der aber auch den Tag mit dem geringsten Staurisiko nennt.
Pfingstferien: Wo und wann es besonders voll auf Bayerns Straßen wird
Besonders staureich soll es mit einer Ausnahme ab Freitag, 22. Mai, bis Montag, 25. Mai zugehen. Das prognostiziert Alexander Kreipl, Verkehrsexperte des ADAC Südbayern: „Wie die letzten Jahre gezeigt haben, rollt die Reisewelle in die Urlaubsgebiete im Süden bereits am Freitagnachmittag an. Wir rechnen damit, dass bis einschließlich Pfingstmontag besonders viel Reiseverkehr auf den Autobahnen in Bayern unterwegs ist.“ Die vom ADAC für das lange Wochenende erwarteten Stau-Spitzenzeiten im Detail:
- Freitag, 22. Mai, ca. 11 bis 19 Uhr
- Samstag, 23. Mai, 10 bis 15 Uhr
- Montag, 25. Mai, 13 bis 18 Uhr
- Dienstag, 26. Mai, 7 bis 18 Uhr
Auffällig ist, dass der Pfingstsonntag fehlt. Hier rechnen die Experten in ihrer Prognose mit „wenig Reiseverkehr“.
Mehr Zeit einplanen sollten Autofahrerinnen und Autofahrer laut ADAC vor allem auf den Strecken A8 München in Richtung Salzburg, der Inntalautobahn A93 in Österreich sowie auf der A95 München in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Auch auf der A7 Ulm in Richtung Füssen/Reute wird es voraussichtlich voll. Hier sollten sich Reisende auf Blockabfertigung einstellen. Die A99, Ostumfahrung München, ist ebenfalls betroffen.
Brenner-Autobahn an einem Tag mitten in den Ferien dicht, Abfahrtsverbote auch in Bayern
Der ADAC weist außerdem darauf hin, auf Abfahrtssperren zu achten: Die gelten etwa entlang der österreichischen Tauernautobahn (A10) und in Tirol. Aber auch in Bayern solche Verbote in Kraft: Laut dem ADAC gelten sie auf der A7, A8, A93 und B2 Durchfahrtsverbote entlang der umliegenden Strecken, wenn es zu Stau kommt. Betroffen sind folgende Abschnitte:
- A7 Ulm – Füssen/Reutte: Im Landkreis Ostallgäu zwischen der Anschlussstelle Nesselwang und dem Grenztunnel Füssen.
- A8 München – Salzburg: Die Anschlussstellen Holzkirchen, Weyarn, Irschenberg, Bad Aibling, Rosenheim-West, Rosenheim, Rohrdorf, Achenmühle, Frasdorf, Bernau a. Chiemsee, Felden, Neukirchen/Teisendorf, Anger und Piding.
- A93 München – Kufstein: Am Dreieck Inntal gelten die Abfahrtssperren für die Ausfahrten Reischenhart und Brannenburg.
- B2 München – Garmisch-Partenkirchen: Die an die A95 in Richtung Süden anschließende B2 ist an Wochenenden und Feiertagen oft überlastet. Entlang der B2 dann auf kleinere Strecken auszuweichen, wurde von der Gemeinde Farchant verboten, eingenommen in die Regelung ist auch die B23. Laut ADAC ist es das erste Verbot dieser Art in Deutschland entlang einer Bundesstraße.
Stauchaos vorprogrammiert ist laut dem ADAC am mittleren Samstag der Ferien in Tirol. Denn: Wegen einer Demonstration ist die Brennerautobahn (A13) mitten in den Pfingstferien am 30. Mai für acht Stunden komplett gesperrt. Die Ausweichroute über die Tauernautobahn wird dann zur Staufalle.
Um weiteres Verkehrschaos möglichst zu verhindern, sperrt die Tiroler Landesregierung auch den Durchgangsverkehr auf der parallelen Bundesstraße und Landesstraße des Brenners. „Für Durchreisende ist es am 30. Mai nicht möglich, den Brennerkorridor zu nutzen“, sagte die Landesregierung. Die Ausweichstraßen (Brennerstraße B182 und Ellbögener Straße L38 e) sind ebenso wie der Brenner von 11 bis 19 Uhr gesperrt.
Eine Abfahrtssperre gilt am 30. Mai von 0 bis 24 Uhr auf der A10. Betroffen ist der Abschnitt zwischen Puch-Urstein und Zederhaus. Durchreisende nach Italien, Slowenien beziehungsweise Kroatien müssen auf der Autobahn bleiben. Nur wer nach Österreich reist, kann abfahren.
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