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Umweltschutz: Tempo 100 auf Autobahnen? Greenpeace rückt mit Aufklebern an

Umweltschutz

Tempo 100 auf Autobahnen? Greenpeace rückt mit Aufklebern an

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    Die Aktivisten rückten mit einer Leiter an.
    Die Aktivisten rückten mit einer Leiter an. Foto: A4366 Sven Hoppe/dpa

    Umweltschutzaktivisten haben am Autobahn-Grenzübergang Kiefersfelden in Oberbayern ein Verkehrsschild überklebt, um für ein Tempolimit von 100 auf deutschen Autobahnen zu werben. Aus Sicht von Greenpeace ist ein generelles Tempolimit die einfachste, schnellste und kostengünstigste Maßnahme, um der Energiepreis-Krise zu begegnen. Es würde Emissionen senken, die Sicherheit auf den Straßen erhöhen und Geld sparen.

    Am frühen Morgen rückten Aktivisten an der Autobahn 93 mit einer Leiter an und überklebten das entsprechende Schild, das eine Richtgeschwindigkeit von 130 auf deutschen Autobahnen empfiehlt, mit der Zahl 100. Nach Angaben von Greenpeace gab es ähnliche Aktionen auch an anderen Orten in Deutschland.

    Für weniger Spritverbrauch und mehr Sicherheit

    „Seit 100 Tagen, seit dem Angriff auf den Iran, gucken wir gebannt auf die Preisachterbahn an den Tankstellen“, sagte Lena Donat, Expertin für Mobilität bei der Umweltschutzorganisation, in Kiefersfelden an der Grenze zu Österreich. „Das Tempolimit ist wirkungsvoll, es ist kostenlos und es hat nur Vorteile. Es senkt den Spritverbrauch und macht uns damit unabhängiger von Öl, es schützt das Klima quasi sofort und es schützt Menschenleben.“

    Die Bundesregierung müsse alles daran setzen, um Deutschland aus dem Klammergriff der fossilen Konzerne zu lösen, forderte Donat. Ein Tempolimit sei dafür ein erster Schritt.

    Aufkleber schon wieder entfernt

    Nach Angaben der Polizei konnte die zuständige Autobahnmeisterei den Aufkleber bei Kiefersfelden entfernen. Nach erster Einschätzung liege keine Sachbeschädigung vor, weil kein Sachschaden entstanden sei, sagte ein Polizeisprecher. Dennoch prüfe die Verkehrspolizei, ob es verkehrsrechtliche Verstöße gegeben habe.

    Die Polizei war zunächst nicht vor Ort.
    Die Polizei war zunächst nicht vor Ort. Foto: A4366 Sven Hoppe/dpa
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