Nachdem die Temperaturen vor wenigen Tagen noch sommerliche Gefühle geweckt hatten, ist das Wetter in Bayern ungemütlich geworden. Besonders die Regionen am Alpenrand sowie an der Grenze zu Tschechien müssen sich im wahrsten Sinne des Wortes warm anziehen: Dort warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Dienstag vor leichtem Schneefall. Zudem kehrt mancherorts der Frost zurück. Welche Landkreise betroffen sind und wann die Warnungen gelten, lesen Sie hier.
Wie schon im April sind auch Anfang dieser Woche die Regionen am Alpenrand und die südlichen Landkreise Bayerns betroffen. In drei Landkreisen warnt der DWD mit Stufe eins vor leichtem Schneefall und spricht nur von Wetterwarnungen. Einige Gebiete erreichen allerdings die Warnstufe zwei. Hier warnt der Wetterdienst vor „markantem Wetter“.
Dauerregen und leichter Schneefall: DWD mit Warnungen in Alpenregionen
Am 6. Mai sei mancherorts mit leichten Schneefällen zu rechnen. Auf einer Höhe ab 1500 Metern meldete der DWD leichten Schneefall mit Mengen bis fünf Zentimetern. In Staulagen seien Mengen bis zehn Zentimeter zu erwarten, außerdem kann es verbreitet glatt werden. In dem Zusammenhang weist der DWD auf Rutschgefahr hin und empfiehlt Verkehrsteilnehmern, ihr Verhalten im Straßenverkehr anzupassen. Die amtliche Warnung für leichte Schneefälle gilt für folgende Landkreise:
- Oberallgäu
- Ostallgäu
- Garmisch-Partenkirchen
- Bad Tölz-Wolfratshausen
- Miesbach
- Kreis und Stadt Rosenheim
- Traunstein
- Berchtesgadener Land
Zudem wurde in einigen der genannten Landkreise zum Wochenbeginn mit Dauerregen gerechnet, der im weiteren Wochenverlauf zurückkehren kann. Die Intensität könne dabei schwanken, teilt der DWD mit.
Bayern-Wetter: Frost-Prognose für die Nacht auf Mittwoch
Für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch kündigt der Wetterdienst starke Frostbildung in den östlich gelegenen Landkreisen des Freistaats an. In den grenznahen Regionen zu Tschechien mache sich „leichter Nachtfrost vom Erzgebirge über Hochfranken bis zum Bayerwald“ breit. Diese Landkreise sind von der Wetterprognose betroffen:
- Cham
- Schwandorf
- Weiden i. d. Oberpfalz
- Neustadt a. d. Waldnaab
- Tirschenreuth
- Bayreuth (Landkreis und Stadt)
- Wunsiedel i. Fichtelgebirge
- Hof (Landkreis und Stadt)
- Kulmbach
- Kronach
Die Rede ist von leichtem Frost bis zu -1 Grad, das bedeutet: Besonders Verkehrsteilnehmer sollten nachts und in den frühen Morgenstunden auf der Hut sein, denn es drohen rutschige Straßen sowie Rad- und Fußgängerwege.
Temperatursturz im Mai: Eisheilige verkünden schlechtes Wetter
Ein Temperatursturz im Mai ist nicht selten. Das besagen auch die Eisheiligen, die mit Bauernregeln zum Frost verbunden werden. Die Eisheiligen sind die fünf Tage vom 11. bis zum 15. Mai und gedenken ihren Namensgebern Mammertus, Servatius, Pankratius, Bonifatius und Sophia. Die Bauernregeln gehen auf Erfahrungen und Wetterbeobachtung von Hunderten von Jahren zurück.
Mitte Mai lassen sich immer wieder ungewöhnlich große Temperaturstürze und teilweise auch Spätfrost-Perioden registrieren. Das hängt damit zusammen, dass sich in diesem Monat besonders viele Hoch- und Tiefdruckgebiete bilden, die schließlich über ganz Deutschland aufeinandertreffen und für starke Luftmassenwechsel sorgen, wodurch es wiederum zu Nachtfrost kommt. Die Bauernregeln der Eisheiligen sind deshalb besonders für Landwirte und Hobbygärtner von Nutzen.
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