Am Ende einer sehr sommerlichen Woche krachte es am Sonntag, 31. Mai, in Bayern. In vielen Regionen erreichte die Warnstufe des Deutschen Wetterdiensts (DWD) zwischenzeitlich Stufe 3 von 4. Und tatsächlich sorgte das Wetter an mehreren Orten für Alarm. So mussten im Landkreis Donau-Ries die Einsatzkräfte mehrmals ausrücken, im Kreis Dillingen beschäftigten Sturm und Hagel die Menschen und im Landkreis Neu-Ulm wurden zwei Feuerwehrleute von großen herabstürzenden Ästen knapp verfehlt.
Allerdings zogen die Gewitter auch über die weiteren Regionen des Freistaats. So knickten nahe der A3 in der Oberpfalz drei Strommasten ab, im Landkreis Bamberg bei Rattelsdorf stürzten mehrere Bäume auf die B4 und im niederbayerischen Bogen wurde ein Ehepaar laut einem Bericht der dpa leicht von einem herabfallenden Gerüstbalken verletzt. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt, unter anderem wegen eines umgestürzten Baums.
Warnungen in Bayern am Sonntagabend und in der Nacht: Gewitter und Starkregen
Am Abend warnte der DWD noch in einigen Landkreisen, allerdings nicht mehr mit Stufe 3. Stattdessen galt die Warnstufe 2 vor markantem Wetter. Es konnten demnach starke Gewitter auftreten, mit Sturmböen und Starkregen. Windgeschwindigkeiten konnten in den meisten der betroffenen Landkreise bis zu 60 oder 70 km/h erreichen, außerdem waren 15 Liter Niederschlag pro Quadratmeter in einer Stunde möglich. Während am frühen Abend noch vor allem der Westen und später beinahe der ganze Freistaat betroffen war, hatte sich die Lage bis zum späteren Abend in den meisten Gegenden beruhigt. Noch bis Montagmorgen galten im Südwesten des Freistaats Gewitterwarnungen der Stufe 1.
Die Warnungen vor starken Gewittern in Bayern galten dagegen nur bis Sonntag, 23 Uhr. Ein Überblick über die betroffenen Regionen:
- Kreis Rhön-Grabfeld
- Kreis Bad Kissingen
- Kreis Main-Spessart
Zusätzlich wurde im Süden des Freistaats vor Starkregen gewarnt. Laut DWD konnte es zwischen 22 Uhr am Sonntagabend und 4 Uhr am Montagmorgen zu Niederschlagsmengen zwischen 20 und 30 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde kommen. In Staulagen waren bis zu 40 Liter möglich. Die Warnung galt für folgende Regionen:
- Kreis Ostallgäu
- Kreis Garmisch-Partenkirchen
- Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen
- Kreis Miesbach
- Kreis und Stadt Rosenheim
- Kreis Traunstein
- Kreis Berchtesgadener Land
DWD-Warnungen der höchsten Stufe in Baden-Württemberg, Tote bei Aquaplaning-Unfall
Noch stärker wüteten die Gewitter nahe der bayerischen Grenze in Baden-Württemberg. In sechs Landkreisen im Nordosten des Landes galt am frühen Abend zwischenzeitlich die Warnstufe 4 vor schwerem Gewitter. Leider gingen die extremen Wetter-Situationen nicht immer glimpflich aus. So starben bei einem Verkehrsunfall zwei Menschen. Wie die dpa am Nachmittag mit Verweis auf die Polizei berichtet hatte, passierte der Unfall in Bruchsal (Landkreis Karlsruhe). Wegen Aquaplaning war ein Auto in den Gegenverkehr geraten.
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