Einen europaweit gesuchten Mann hat die Bundespolizei am Donnerstag, 28. Mai, auf der Autobahn A93 bei Kiefersfelden (Landkreis Rosenheim) erwischt. Gegen den Fahrer lag unter anderem ein Haftbefehl der Rosenheimer Staatsanwaltschaft vor, wie die Bundespolizeidirektion München mitteilt. Doch nicht nur sie hatte Interesse an der Festnahme des 31-Jährigen aus Ungarn.
Festnahme auf A93: Ungar drohten 255 Tage Haft im Gefängnis
Bei der Kontrolle an der Rastanlage Inntal-Ost, nahe der österreichischen Grenze, stellten die Beamten laut der Mitteilung fest, dass der Autofahrer deutschland- und europaweit gesucht wurde. Wegen Urkundenfälschung hatte der Ungar auf Beschluss des Amtsgerichts Rosenheim eine Geldstrafe von 5100 Euro zu zahlen – hätte er sie nicht begleichen können, drohten ihm 255 Tage Haft.
Auch die ungarischen Behörden suchten nach dem 31-Jährigen, der zuletzt in Österreich gewohnt hatte. Gegen ihn lag wegen mehrerer Betrugs- und Fälschungsdelikte ein europäischer Haftbefehl vor.
Mann wartet in JVA Stadelheim auf Auslieferung nach Ungarn
Nach der Verhaftung war der Ungar laut Bundespolizei in der Lage, die in Deutschland zu zahlende Summe zu entrichten. Die Generalstaatsanwaltschaft München entschied, dass der Mann am Freitagmorgen beim Amtsgericht Rosenheim vorgeführt werden musste. Dort wiederum wurde von einem Richter angeordnet, dass die Bundespolizisten den Mann in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim bringen sollten. Dort wartet der Mann nun auf seine Auslieferung nach Ungarn.
Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.
AnmeldenSie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren