Dass die Bundeswehr verteidigungsbereit werden muss, ist angesichts der Weltlage heute praktisch Konsens. Nicht nur die Bedrohung aus Russland macht es nötig. Wer kennt die möglichen Konflikte der Zukunft? Wer hat zum Beispiel die Anschläge des 11. September 2001 voraussehen können?
Die Bundesrepublik war seit den 50er Jahren mit der Wehrpflicht bis zu ihrer Aussetzung über Jahrzehnte gut gefahren. Wie wichtig die Unterstützung auch durch Reservisten ist, zeigt aber nicht nur der Blick in die Vergangenheit, sondern auch nach Israel: Dort stehen den 170.000 Soldaten einer der modernsten Armeen weltweit rund 465.000 Reservisten gegenüber. Dass zu einer Reserve auch Reserveübungen gehören müssen, ist eine Selbstverständlichkeit.
Wirtschaft muss ein Interesse an Sicherheit haben und profitiert von Aufträgen und ausgebildeten Bewerbern
Die Wirtschaft wird ihren Beitrag bringen müssen, indem sie Beschäftigte für Übungen freistellt. Die Unternehmen müssen ein Eigeninteresse an der Sicherheit des Landes haben. Die Wirtschaft profitiert derzeit von höheren Verteidigungsausgaben, sie gewinnt mit früheren Bundeswehrangehörigen häufig auch gut ausgebildete und disziplinierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Die Restaurantküche darf nicht plötzlich ohne Köche dastehen: Unternehmen müssen angehört werden
Wie so oft geht es aber auch hier um Maß und gute Organisation: Es darf - überspitzt formuliert - nicht passieren, dass einem Restaurant zur Hochsaison die Hälfte der Köche abhandenkommt, weil sie zu Reserveübungen abgestellt werden. Dies muss mit der Anhörung des Arbeitgebers sichergestellt sein.
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