Es ist März – und der Winter scheint in dieser Saison schon Geschichte zu sein. Ein stabiles Hochdruckgebiet drückt derzeit Luftmassen aus Afrika nach Mitteleuropa. Das Ergebnis ist ein Start in den meteorologischen Frühling, der seinen Namen verdient: Bis zum 3. März dominiert in weiten Teilen des Landes die Sonne. Die Temperaturen klettern verbreitet auf 12 bis 18 Grad – teilweise sind sogar Spitzenwerte von 20 Grad möglich.
Wer das schöne Wetter genießen will, muss allerdings mit kalten Nächten rechnen. Da der Himmel meist klar bleibt, sinken die Werte nachts auf 0 bis 6 Grad ab. Bodenfrost ist vielerorts noch ein Thema.
Wettermodelle zeigen unterschiedliche Trends nach dem 6. März
Verantwortlich für den sonnigen Auftakt ist eine sogenannte Omega-Wetterlage. Dabei wird ein stabiles Hochdruckgebiet von zwei Tiefdrucksystemen begleitet, was bildlich dem griechischen Buchstaben Omega ähnelt. Diese Konstellation hält Regenwolken fern und sorgt für viel Sonnenschein, zeitweise unterbrochen von Hochnebel.
Doch wie nachhaltig ist dieser Frühlingseinbruch? Hier gehen die zwei großen Wettermodelle auseinander. Meteorologen blicken auf zwei Hauptszenarien für die Zeit nach dem 6. März:
- Das europäische Modell berechnet eine Verschiebung des Hochdruckgebiets. Das Hoch zieht Richtung Skandinavien und macht den Weg frei für eine Strömung, die aus dem Osten kommt. Die Folge wäre eine „gestörte Zirkulation“. Kalte Luft strömt nach Deutschland, die Temperaturen fallen spürbar auf Werte zwischen 5 und 10 Grad. Es bleibt zwar meist trocken, aber der Frühling macht eine deutliche Pause.
- Das amerikanische Modell prognostiziert größere Schwankungen. Zwar bleibt der hohe Luftdruck grundsätzlich erhalten, er wird aber massiv von sogenannten „Störimpulsen“ angegriffen. Das sind kleine Höhentiefs, die das schöne Wetter „sabotieren“. In diesem Szenario ist die Atmosphäre unruhiger, die Schneefallgrenze könnte sinken und das Wetter wird insgesamt unbeständiger.
Meteorologen erwarten ab 7. März Abkühlung in Deutschland
Egal, welches Modell recht behält – ab dem 7. März rechnen die Experten mit einer Abkühlung. Ein sogenannter „Kaltlufttropfen“ könnte von Ost nach West über Deutschland, Österreich und die Schweiz ziehen. So bezeichnen Meteorologen ein Höhentief – ein abgeschlossenes Gebiet mit sehr kalter Luft, das sich in etwa 5 bis 10 Kilometern Höhe befindet und am Boden kaum messbar ist, das Wetter jedoch stark beeinflussen kann.
Im Norden kühlt es sich deutlich ab, auf Werte zwischen 2 und 6 Grad. In Bayern hält sich die mildere Luft etwas länger, doch auch hier sinken die Höchstwerte auf 6 bis 12 Grad. Sollte es zu Niederschlägen kommen, ist durch die kältere Höhenluft Schnee, Schneeregen oder Graupel bis in tiefere Lagen nicht ausgeschlossen.
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